Lesedauer: 3 Minuten
teilenE-MailKommentare

München - Nicht erst seit seinem Dreierpack gegen Mainz stellt sich die Frage nach der Zukunft von James. Der Bayern-Star selbst gibt sich entspannt, die Verantwortlichen mauern.

Eingeschoben, draufgeknallt und drübergelupft: Mit seinem ersten Dreierpack für den FC Bayern sorgte James Rodriguez beim 6:0-Kantersieg gegen ein überfordertes Mainz 05 am Sonntagabend für klare Verhältnisse.

Der Lohn: Standing Ovations und tosender Applaus bei seiner Auswechslung. Das klare Zeichen: James spielt sich immer mehr in die Herzen der Fans. "Es ist schön, drei Tore zu machen. Ich bin aber nur ein Teil von der Mannschaft. Es war eine sehr gute Mannschaftsleistung und die drei Tore sind eher nebensächlich", erklärte James nach seiner Gala.

Dürfen sich die Anhänger des Rekordmeisters auch in der kommenden Saison über seine Auftritte im Bayern-Dress freuen? Bis zum 15. Juni können ihn die Münchner dank einer Klausel fest für 42 Millionen Euro von Real Madrid verpflichten. Ob sie das auch tun, ist aber noch offen.

Anzeige
Meistgelesene Artikel

"Wir müssen in der Gesamtbetrachtung am Ende entscheiden, ob man das macht oder nicht. Im Großen und Ganzen ist das ein großartiger Spieler und letztendlich muss der Trainer uns sagen, was er will", erklärte Präsident Uli Hoeneß auf SPORT1-Nachfrage. Was jedoch passiert, sollte Niko Kovac den Daumen senken, wollte er nicht beantworten: "Das sind mir zu viele Konjunktive."

Gemeinschaftslösung wegen James-Zukunft

Hasan Salihamidzic stellte jedoch klar, dass Kovac nicht allein über die Zukunft von James bestimmt. "Wir sind Bayern München, da entscheiden alle zusammen", sagte der Sportdirektor. Zu "gegebener Zeit" wolle er Gespräche über die Zukunft von James führen und sich mit Kovac, Hoeneß und Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge zusammensetzen.

Jetzt das aktuelle Trikot vom FC Bayern bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE

Salihamidzic versichert: "Wir werden so reden, dass am Ende des Tages alle aus dem Raum gehen und alle die gleiche Meinung haben. So funktioniert das beim FC Bayern." Kovac übrigens wollte sich zu diesem Thema nicht konkret äußern und lobte stattdessen James' Galavorstellung gegen Mainz.

Der Betroffene indes scheint mit seiner Zukunftsfrage entspannt umzugehen. "Die Zukunft kann keiner genau vorhersehen. Es gibt noch einige wichtige Spiele. Wir müssen abwarten, aber ich fühle mich hier wohl und bin glücklich", erklärte James auf SPORT1-Nachfrage und ergänzte diplomatisch: "Mir ist es wichtig, dem Verein zu helfen. Wir haben noch den Pokal und die Meisterschaft. Ich will meinen Beitrag dazu leisten, dass wir die Titel holen können. Das ist das Wichtigste." (Service: Bundesliga-Tabelle)

Zudem betonte er, nichts von Anfragen anderer Klubs zu wissen. Immer wieder ist jedoch aus Spanien zu hören, James wolle gern nach Madrid zurück.

Zurück zu Real? Zidane-Comeback spricht dagegen

Dort jedoch ist seit einigen Tagen wieder Zinedine Zidane als Trainer verantwortlich. Jener Coach also, unter dem James bei Real einst keine Rolle mehr spielte. Auf ihn angesprochen sagte der Mittelfeldspieler: "Ich habe kein Problem mit ihm. Ich glaube auch nicht, dass es einen Einfluss auf meine Zukunft haben wird."

Vielleicht hat aber sein Verhältnis zu Kovac einen Einfluss darauf, wo James nächste Saison spielt. War der 27-Jährige vor allem in der Hinrunde noch oft unzufrieden, weil ihn Kovac nicht spielen ließ, hat er seit Anfang Februar einen Stammplatz auf der Zehnerposition.

Nun betont James sogar, ein "sehr gutes Verhältnis" zu Kovac zu haben. "Auf der menschlichen Ebene ist er super, er ist ein sehr netter Mensch. Ich bin mir sicher, dass wir mit so einem Trainer Titel gewinnen können."

Nächste Artikel
previous article imagenext article image