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Der Transfer von Timo Werner zum FC Bayern scheint sich anzubahnen. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge lässt diesbezüglich vielsagende Worte fallen.

Es ist wohl nicht mehr die Frage, ob Timo Werner zum FC Bayern wechselt oder nicht. Die Frage ist vielmehr: Geht er für eine hohe Ablöse bereits diesen Sommer zum Rekordmeister – oder nach seinem Vertragsende 2020 ablösefrei?

Klar ist: Die Münchner wollen den 22 Jahre alten Offensiv-Allrounder von RB Leipzig unbedingt. Und Ralf Rangnick will unbedingt eine Ablöse, falls Werner nicht verlängern sollte.

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Die ablösefreie Option existiere nicht, so der RB-Trainer. Das wüssten auch Werner und sein Berater (Karl-Heinz Förster, Anm. d.Red.).

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Auf SPORT1-Nachfrage wollte sich Karl-Heinz Rummenigge am Samstagabend nicht zu dem Bericht der Bild äußern, wonach Werners Berater sich mit den Bayern bereits über einen Wechsel einig sei.

Eine Vertragsverlängerung in Leipzig wäre somit vom Tisch und RB unter Zugzwang. "Ich bestätige überhaupt nichts", sagte der Vorstands-Boss und fügte süffisant hinzu: "Rasenball heißen die doch, glaube ich. Ihnen würde ich den Ratschlag geben, nicht zu offensiv mit der Personalie umzugehen, weil manchmal liegt man auch nicht richtig."

Transfer erst im Sommer 2020? 

Meint er also, dass sich die Leipziger nicht zu sicher sein sollten, dass Werner 2020 nicht doch ablösefrei nach München geht? So wie 2014 Robert Lewandowski aus Dortmund und im vergangenen Sommer Leon Goretzka aus Schalke.

Uli Hoeneß selbst befeuerte vergangene Woche im CHECK24-Doppelpass diese Option, weil er bei SPORT1 betonte, dass ein Transfer eines Wunschspielers auch in zwei Jahren erfolgen können. Den Namen Werner und dessen Vertragslaufzeit schob er direkt hinterher.

Was Rummenigge mit seinem RB-Ratschlag genau meint, wollte er nicht konkretisieren. "Belassen wir es dabei", sagte er nach dem 5:1 der Bayern bei Borussia Mönchengladbach. "Ich habe aber sehr viel Erfahrung in dem Geschäft und wann immer man mit Transfers so offensiv umgeht wie Rasenball, ist das nicht im Interesse, glaube ich."

Die Ironie dieser Sätze: Mit ihrem offensiven Werben um Chelseas Callum Hudson-Odoi Anfang Januar schossen sich die Münchner selbst ein Eigentor. Sportdirektor Hasan Salihamidzic betonte damals, man wolle den Spieler "unbedingt". Bei den Engländern kam das überhaupt nicht gut an, ein Winter-Wechsel scheiterte.

Absprachen nicht möglich

Apropos offensives Werben. Leipzig-Boss Oliver Mintzlaff betonte im SPORT1-Interview:

"Ich weiß gar nicht, was der FC Bayern in der Causa Werner zu tun hat. Mit Timo können sie ja noch gar nicht gesprochen haben, weil der Spieler bei uns ist, einen Vertrag bei uns hat - und Bayern hält sich auch immer an alle FIFA-Regularien. Von daher gehe ich nicht davon aus, dass es da schon irgendwelche Absprachen gibt."

Indirekt widersprach er auch Rangnick, indem er sagte: "Grundsätzlich entsteht natürlich der Nachteil, dass man keine Ablöse bekommt. Das wäre für unseren Verein natürlich sehr schlecht, weil wir ein junger Verein sind und weiter wachsen wollen. Wir sind natürlich auch immer wieder darauf angewiesen, dass wir auch Transfers tätigen und nicht nur Spieler kaufen, so funktioniert das Fußballgeschäft auch bei RB Leipzig.”

Klappt eine Vertragsverlängerung nicht, erklärte Mintzlaff, sei er sich sicher, dass man eine Lösung finden werde, mit der beide Seiten "gut leben" könnten.

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