vergrößernverkleinern
Borussia Dortmund, BVB, Jacob Bruun Larsen, England, Transfer
Borussia Dortmund, BVB, Jacob Bruun Larsen, England, Transfer © Getty Images
Lesedauer: 4 Minuten
teilenE-MailKommentare

Borussia Dortmund holt nach Bayern-Klatsche drei Punkte gegen Mainz 05 und springt vorübergehend auf Platz eins. Der Sieg ist mehr als glücklich.

Eine Woche nach der krachenden 0:5-Schlappe bei Titelverteidiger Bayern München hat Borussia Dortmund nur ein wenig Frustbewältigung betrieben und Mainz 05 mit 2:1 (2:0) geschlagen - allerdings mit riesigem Glück.

Der BVB übernahm nach dem am Ende schwer erkämpften Sieg am 29. Spieltag der Bundesliga mit 66 Punkten zumindest für einen Tag wieder die Tabellenführung. München (64) kann am Sonntag mit einem Sieg bei Fortuna Düsseldorf erneut vorbeiziehen.

Reus: "Eigentlich tot"

Youngster Jadon Sancho (17./24.) sorgte bereits vor der Pause mit seinen Saisontreffern neun und zehn für eine 2:0-Führung gegen relativ kompakt stehende Mainzer, die trotz der Niederlage Zwölfter bleiben und immer noch einen komfortablen Vorsprung auf die Abstiegsplätze haben. Robin Quaison (83.) gelang nur noch das Anschlusstor. (SERVICE: Die Tabelle der Bundesliga)

Anzeige

"Es war nicht unser Plan, dass Roman Bürki uns die drei Punkte retten muss. Die zweite Halbzeit war einfach schlecht. Die zweite Hälfte ist für mich einfach unerklärlich, das darf uns nicht passieren, denn Mainz war eigentlich tot", sagte Dortmunds Kapitän Marco Reus bei Sky.

In der Schlussphase hatte die Borussen um den Erfolg zittern müssen. Lothar Matthäus fand anschließend deutliche Worte zur Mannschaft und Trainer Lucien Favre.

Die ausführlichen Highlights aller Partien am Sonntag, ab 9.30 Uhr bei Bundesliga Pur im TV auf SPORT1 und im Stream

Favre erklärt Leistungsabfall

"Wir haben gewonnen, nur das Ergebnis zählt. Oder?", sagte Favre. "Die erste Hälfte war gut, wir haben mit viel Tempo gespielt, gegen ein 5-3-2."

In der zweiten Halbzeit habe Mainz umgestellt: "Da hatten wir Probleme, das zu verteidigen, weil unsere Links- und Rechtsverteidiger zu häufig in Eins-zu-zwei-Situationen geraten sind. Das war das Problem."

Sein Team, das im eigenen Stadion in dieser Saison noch ungeschlagen ist, hatte früh auf einen Treffer gedrängt.

Meistgelesene Artikel

Die Hereingabe von Mario Götze (6.) lenkte Danny Latza allerdings noch an den eigenen Pfosten. Der Kopfball von Thomas Delaney nur eine Minute später landete direkt in den Armen von FSV-Torhüter Florian Müller. (SERVICE: Der Spielplan der Bundesliga)

Der CHECK24 Doppelpass mit Dieter Hoeneß und Peter Neururer, Sonntag ab 11 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im Stream

In der 14. Minute vergab der BVB eine weitere Großchance, Jacob Bruun Larsen scheiterte aus kurzer Distanz am reaktionsschnellen Müller. Das erste Tor fiel im vierten Anlauf nach einem Querpass des sehr agilen Götze, Marius Wolf hatte den Angriff mit einem langen Ball eingeleitet. Sancho vollendete aus fünf Metern.

Jetzt das aktuelle Trikot vom BVB oder Mainz bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE

Nur sieben Minuten später war es erneut der englische Nationalspieler, der die 2:0-Führung erzielte. In der 43. Minute sandte der FSV, der erstaunlich passiv agierte, ein Lebenszeichen, doch Karim Onisiwos Schuss landete am rechten Außenpfosten.

BVB unkonzentriert

Die erste Phase nach der Pause gehörte dem FSV, der auf den Anschluss drängte. Doch Roman Bürki war gegen Jean-Philippe Mateta und Jean-Paul Boetius zur Stelle. Auf der Gegenseite vergaben Marco Reus und Wolf gute Möglichkeiten. Der BVB wirkte in der Defensive zunehmend unkonzentriert und geriet in Bedrängnis, Onisiwo (63.) traf allerdings erneut nur den Außenpfosten. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

"Ich bin nicht so glücklich über das Spiel, das wir gespielt haben in der zweiten Halbzeit, vor allem die letzten 15 Minuten", sagte Bürki. "Wir haben ein super Spiel gemacht von Anfang an und zwei Tore geschossen. Als Mainz das 2:1 geschossen hat, waren wir ein bisschen ängstlich. Wir haben nur noch versucht, zu verteidigen. 'Zu verteidigen' ist noch gut ausgedrückt, wir standen nur noch hinten drin und sind nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen."

Die Entlastungsangriffe der Schwarz-Gelben brachten keinen Erfolg, Mainz witterte seine Chance. Bürki bekam beim FSV-Powerplay beinahe minütlich zu tun. Am Ende fehlte den Gästen das Quäntchen Glück, um einen Punkt aus Dortmund zu entführen.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image