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Nach der Niederlage gegen Schalke beendet BVB-Coach Lucien Favre das Thema Titelkampf. Für die Liga kann das auf Jahre Folgen haben. Der SPORT1-Kommentar.

Hält man es mit Borussia Dortmund, dann darf man sich natürlich über den Handelfmeter zum 1:1 im Derby gegen den FC Schalke echauffieren.

Eine umstrittene Entscheidung ohne Frage, zumal das Handspiel ja ohnehin ein leidiges Thema in dieser Bundesligasaison ist. Dass Lucien Favre nach der Partie also zu einer selten so von ihm gehörten Tirade über die "erfundene Regel" und den "größten Skandal im Fußball seit Jahren" ansetzte, war einerseits verständlich. Andererseits führte es am Kern der Sache vorbei.

Denn auch nach dem 1:1 blieben den Borussen noch 72 Minuten, in denen sie das Spiel zu ihren Gunsten hätten entscheiden können. Doch nach vorne passierte wenig bis nichts Zwingendes.

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Ein Grundproblem der Dortmunder in der Rückrunde, in der die Gegner deutlich defensiver gegen sie antreten. Ausnahmen wie zuletzt in Freiburg oder gegen Hannover bestätigen die Regel.

Doppelschlag im Februar schlägt aufs BVB-Gemüt

Spätestens seit den zwei fast eingetüteten, aber noch verspielten Siegen gegen Bremen im Pokal und gleich anschließend gegen Hoffenheim ist das unerschütterliche Selbstvertrauen der Hinrunde ähnlich geschmolzen wie der ehemalige Neun-Punkte-Vorsprung auf die Bayern.

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Die 0:5-Klatsche in München hat die Zweifel an der eigenen Stärke noch deutlich verstärkt. Im Verbund mit den beiden ernüchternden Champions-League-Pleiten gegen Tottenham liegt der Schluss nahe, dass der BVB die großen Spiele in diesem Frühjahr einfach nicht gewinnt.

Und dass bei den Borussen gegen Schalke in Person von Marco Reus und Marius Wolf auch noch zwei Spieler nach hässlichen Attacken mit Rot vom Platz geschickt werden, belegt nur, wie angeschlagen ihr Nervenkostüm ist.

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Favre selbst bildet da keine Ausnahme. Das Titelrennen drei Spieltage vor Saisonende für verloren zu erklären, passte zum Dortmunder Derby-Auftritt: Er war eines Meisters nicht würdig.

Schalke revanchiert sich für 2007

Den Schalkern bleibt die Genugtuung, dem Revierrivalen ebenso die Tour vermasselt zu haben wie es 2007 unter umgekehrten Voraussetzungen der Fall war. Und in München dürften gewisse Herrschaften vor Lachen nicht in den Schlaf finden.

Denn wenn die in diesem Jahr wirklich nicht übermächtigen Bayern im Sommer erst ihre große Transferoffensive gestartet haben, dürfte es die Konkurrenz auf längere Zeit deutlich schwerer haben als in dieser Saison, den Münchnern den Titel noch einmal streitig zu machen.

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