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Claudio Pizarro traf für Bremen zum Sieg
Claudio Pizarro traf für Bremen zum Sieg © Imago
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Bremen - Werder Bremen besiegt RB Leipzig dank eines späten Treffers von Claudio Pizarro. Der Oldie sorgt trotz der verpassten Europa League für eine Party.

Die grün-weiße "Piza-Party" um Claudio Pizarro im Weserstadion ließ trübe Bremer Gedanken über das knappe Scheitern in der Europa-League-Qualifikation gar nicht erst aufkommen.

Und der fast 41 Jahre alte Peruaner freute sich über den für ihn denkwürdigen Tag wie ein kleines Kind.

"Ich fühle mich sehr gut und bin stolz, noch ein Jahr zu bleiben und Spaß zu haben in Bremen. Hier gibt es so viele liebe Menschen und Fans", sagte der Torjäger, dem beim 2:1 (1:0)-Sieg der Hanseaten gegen RB Leipzig irgendwie alles gelang, in der ARD.

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Kurz vor Spielbeginn flimmerte seine Botschaft von der Vertragsverlängerung über die Videowand, sie wurde ebenso bejubelt wie die Einwechslung des Südamerikaners in der 74. Minute. Zum Orkan steigerte sich die Begeisterung, als der Publikumsliebling 14 Minuten später mit einem trockenen Flachschuss die drei Punkte gegen die Sachsen unter Dach und Fach brachte (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Pizarro stellt Rekord auf

Der Südamerikaner bestätigte damit eindrucksvoll die Entscheidung von Trainer Florian Kohfeldt, den "Oldie" noch nicht in die Fußball-Rente zu schicken: "Über den neuen Vertrag für Claudio haben wir ganz rational und nicht emotional entschieden. Er ist immer in der Lage, neue Impulse im Spiel zu setzen und die Mannschaft dadurch förmlich mitzureißen."

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Und so ganz nebenbei stellte Pizarro allein durch seine Einwechslung wieder einmal einen Rekord auf. Mit 40 Jahren und 227 Tagen ist der Angreifer nunmehr der älteste Werder-Profi der Bundesliga-Geschichte. Diese Bestmarke hielt bislang der langjährige Bremer Kapitän Mirko Votava (40 Jahre/225 Tage). Wichtig ist "Piza" das nicht: "Da zähle ich nicht mit."

Bremen mit einem "Hauch Enttäuschung"

Bestätigt fühlen durfte sich auch Werders Sport-Geschäftsführer Frank Baumann, der schon vor 20 Jahren zusammen mit Pizarro für die Norddeutschen auf dem Platz stand. "Claudio hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig er für uns ist", sagte Baumann, der vor lauter Begeisterung in diesem Fall sogar das übliche grün-weiße Versteckspiel bezüglich der Vertragsdauer nicht mitspielte.

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Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die internationale Karriere des Dauerbrenners wohl vorbei ist. Zum ersehnten siebten Platz in der Liga fehlten am Ende ein Punkt und drei Tore. Was Kohfeldt von einem "Hauch Enttäuschung" sprechen ließ (SERVICE: Tabelle der Bundesliga).

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Dennoch zog der Coach ein positives Saisonfazit: "Mit 53 Punkten und dem Pokalhalbfinale kann man zufrieden sein. Jetzt schauen wir weiter nach oben und holen in der nächsten Saison noch ein paar Punkte mehr."

Leipzig hat Bayern im Kopf

Für die Gäste reichten 66 Zähler für Rang drei und die Champions League, der Saisonhöhepunkt folgt erst am nächsten Samstag beim Pokalendspiel in Berlin gegen den alten und neuen deutschen Meister Bayern München. Und dafür schonte Trainer Ralf Rangnick ganz gezielt seine Stars.

"Berlin ist unser 52. Pflichtspiel binnen zehn Monaten, da brauchten einige Spieler eine schöpferische Pause. Aber wir hatten trotzdem keine B-Elf auf dem Platz, das waren elf Nationalspieler", rechtfertigte der Coach seine Maßnahme.

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Und zumindest bei den Profis, die zu einem Kurzeinsatz kamen, durfte der 60-Jährige auf Verständnis hoffen. "Natürlich hätte ich gern ein bisschen länger gespielt, aber ich kann das akzeptieren", sagte Stürmer Yussuf Poulsen nach immerhin 20 Einsatzminuten. Im Olympiastadion gegen den Rekordmeister aber dürfen es gern wieder 90 Minuten sein. Mindestens...

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