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München - James Rodriguez' Abgang beim FC Bayern soll laut spanischen Medienberichten beschlossen sein. Die Klub-Verantwortlichen dementieren aber eine Entscheidung.

Die Zukunft von James Rodriguez soll laut spanischen Medienberichten nicht beim FC Bayern liegen.

Wie die Marca berichtet, sollen sich die Bayern dagegen entschieden haben, die Kaufoption beim Kolumbianer zu ziehen. Für kolportierte 42 Millionen könnte der FCB den bisher ausgeliehenen Offensiv-Star fest verpflichten. Obwohl Teile der Vereinsspitze James gerne halten würden, sei das Verhältnis zu Trainer Niko Kovac irreparabel, berichten die Spanier.

Nun äußerte sich Hasan Salihamidzic zu den Gerüchten. "Wir haben uns noch nicht entschieden und lassen uns Zeit", sagte der Sportdirektor nach dem 3:1-Sieg der Bayern gegen Hannover, bei dem James verletzt fehlte. 

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Der 27-Jährige sei "immer eine Option und ein Spieler, der richtig gut kicken kann. Er tut uns immer gut", fügte Salihamidzic an: "Wir werden es schon entscheiden und lassen uns nicht beeinflussen."

Bayern dementieren Entscheidung

Auch Karl-Heinz Rummenigge hatte am Rande der Partie eine Entscheidung über James' Zukunft dementiert. Trainer Niko Kovac wollte sich vor der Partie nicht zur Personalie äußern.

Insgesamt bringt es James auf 28 Saisoneinsätze. Nur 19 Mal stand er auch in der Startelf. Ganze zwei Spiele absolvierte er über die volle Distanz.

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Bayern-Präsident Uli Hoeneß erklärte zuletzt auf SPORT1-Nachfrage zu James' Verpflichtung: "Wir müssen in der Gesamtbetrachtung am Ende entscheiden, ob man das macht oder nicht. Im Großen und Ganzen ist das ein großartiger Spieler und letztendlich muss der Trainer uns sagen, was er will."

Beckenbauer hofft auf Verbleib

Was jedoch passiert, sollte Trainer Niko Kovac James nicht verpflichten wollen, wollte er nicht beantworten: "Das sind mir zu viele Konjunktive."

Der Kolumbianer selbst betonte Mitte März noch, ein "sehr gutes Verhältnis", zu Kovac zu haben. "Auf der menschlichen Ebene ist er super, er ist ein sehr netter Mensch. Ich bin mir sicher, dass wir mit so einem Trainer Titel gewinnen können." Auf eine Verfplichungsmeldung aus München wartet man bisher vergebens.

Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer hofft auf einen Verbleib. "James passt sehr gut zum FC Bayern. Er kann mit dem Ball umgehen", meinte "Kaiser" vor dem Spiel gegen Hannover 96: "Es wäre schade, wenn er gehen würde, denn solche Spieler haben wir nicht viele."

Effenberg rät James zum Wechsel

Zuletzt hatte Ex-Bayern-Star Stefan Effenberg dem Kolumbianer bereits von beiden Klubs abgeraten.

"James muss gehen. Wenn er seine persönliche Situation beim FC Bayern vernünftig beurteilt, muss er erkennen, dass es der richtige Weg für ihn wäre, den Verein zu verlassen", schrieb der ehemalige Profi des deutschen Rekordmeisters in seiner Kolumne für t-online: "Vielleicht muss er sich ganz neu orientieren. Auch bei Real Madrid wird es sicherlich schwierig, auf entsprechende Einsatzzeiten zu kommen."

Zidane plant offenbar ohne James

Bei den Königlichen hätte James aber offenbar keine Zukunft. 

Dem Bericht zufolge plant Coach Zinedine Zidane (schon beim ersten Aufeinandertreffen kein großer James-Fan) nicht mit dem Kolumbianer und habe klar gemacht, dass für ihn kein Platz in der Mannschaft sei. Stattdessen will Real James (Vertrag bis 2021) wohl direkt weiterverkaufen.

James betonte zuletzt, nichts von Angeboten anderer Vereine zu wissen. Auf Zidane angesprochen meinte der Kolumbianer nach dem Mainz-Spiel im März: "Ich habe kein Problem mit ihm. Ich glaube auch nicht, dass es einen Einfluss auf meine Zukunft haben wird."

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