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München - Niko Kovac äußert sich zuversichtlich zur möglichen Verpflichtung von Leroy Sané. Den Bayern-Bossen Karl-Heinz Rummenigge und Hasan Salihamidzic stößt das sauer auf.

Der FC Bayern liefert eine 6-Tore-Gala gegen Fenerbahce Istanbul ab, aber Niko Kovac bekommt trotzdem Ärger.

Grund: Dessen sehr optimistische Aussagen zu einer möglichen Verpflichtung von Leroy Sané von Manchester City. Dafür bekam er nicht nur einen Rüffel von Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge vor Anpfiff, sondern von Sportdirektor Hasan Salihamidzic auch danach. 

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Zunächst legte Rummenigge los. Im ZDF auf Kovac' Aussagen angesprochen macht der 63-Jährige klar: "Mir haben seine Aussagen nicht gefallen. Da mache ich keine Hehl draus. Wir haben ein gutes Verhältnis zu Manchester City, mit unserem Ex-Trainer Pep Guardiola, und Sané steht dort noch unter Vertrag. Weder optimistische noch pessimistische Aussagen helfen uns da."

Nach Abpfiff wurde Kovac mit diesen Aussagen konfrontiert, woraufhin der Trainer sagte: "Ich bin in dem Interview vielleicht ein bisschen offensiv gewesen. Ich habe auch schon mit Pep (Guardiola, d. Red.) gesprochen, habe ihm die Situation erklärt und habe mich dafür entschuldigt, weil ich weiß, dass es natürlich ein Spieler von City ist. Pep hat es dementsprechend verstanden, damit ist die Sache erledigt. In Zukunft werde ich mich diesbezüglich zurückhalten."

Auf der anschließenden Pressekonferenz nach dem 6:1-Kantersieg-Halbfinale des deutschen Rekordmeisters beim Audi Cup gegen Fenerbahce Istanbul verteidigte Kovac jedoch seinen Sané-Optimismus: "Ich habe mit Pep kommuniziert. Das war abgesprochen. Dem ist nichts hinzuzufügen. Was ich gesagt habe stimmt. Das hat seine Richtigkeit. Das ist absolut verifiziert." 

Von einem Zoff mit dem Bayern-Chef wollte Kovac indes nichts wissen: "Ich habe mit Karl-Heinz Rummenigge gerade noch in der Kabine gesprochen. Da war kein Zorn, nichts. Da wird wieder was hineininterpretiert. Sie dürfen mir glauben: Es ist alles wunderbar"

Auch Salihamidzic kritisiert Kovac 

Salihamidzic jedoch unterstützte Rummenigge am späten Abend mit dessen Schelte an Kovac: "Es ist wichtig, dass über die Spieler nicht gesprochen wird, die bei einem anderen Verein unter Vertrag stehen. Man muss sich bei ManCity entschuldigen, dass die ganze Zeit über den Spieler gesprochen wurde. Wir sind gut beraten, nichts mehr über die Sache zu sagen, sondern nach außen und nach innen Ruhe zu bewahren. Wir müssen diese Sache jetzt ruhen lassen." Der Sportdirektor weiter: "Es ist wichtig, dass wir Respekt vor dem Klub, vor den Besitzern, dem CEO von City und dem Trainer, der hier auch Trainer war, haben. Ich kann auch in meinem Namen sagen, dass das nicht gut war."

Kovac wiederum hatte am Sonntag zur Personalie Sané betont: "Den möchten wir. Unser Klub und die Vereinsführung sind da sehr engagiert. Es ist nicht einfach, sonst wäre es ja schon durch. Aber ich bin sehr zuversichtlich, und ich gehe davon aus, dass wir ihn bekommen können."

Rummenigge dürfte diese Offensive von Kovac als klaren Bruch seiner verordneten Richtlinie verstanden haben, wonach die Bayern "keine Wasserstandsmeldungen" mehr zu aktuellen Transferverhandlungen abgeben wollen. Damit hatte der Vorstandsboss unlängst auf die zum jetzigen Zeitpunkt unglückliche Aussage von Präsident Uli Hoeneß reagiert. Der 67-Jährige hatte im Februar im CHECK24 Doppelpass bei SPORT1 erklärt: "Wenn Sie wüssten, was wir alles schon sicher haben für die neue Saison."

Rummenigge: "Müssen unseren Job machen"

Rummenigge, der am Dienstagabend erneut klarmachte, sich auch zukünftig nicht mehr zu Personalien äußern zu wollen, sagte vor dem Spiel gegen die Istanbuler zudem: "Wir müssen unseren Job machen. Der Trainer muss seinen Job machen. Wenn wir alle unseren Job gut machen, werden wir auch eine erfolgreiche Saison haben."

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Der Verein jedenfalls arbeite an Transfers, so Rummenigge, aber man müsse abwarten, was dabei herauskäme. Sein Schlusswort: "Die Spieler, die bei anderen Vereinen unter Vertrag sind, müssen wir so respektieren. Das ist im Übrigen auch eine FIFA-Vorgabe."

Der 23-jährige Sané ist seit Monaten der erklärte Wunschspieler des FC Bayern.

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