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Köln - Borussia Dortmund hat beim 1. FC Köln einen Comeback-Sieg eingefahren. Der BVB kam bei einem mutigen Aufsteiger allerdings erst spät in die Partie.

Borussia Dortmund hat am zweiten Spieltag der Bundesligasaison mit viel Mühe den zweiten Sieg eingefahren. (SPIELPLAN der Bundesliga)

Der BVB kam erst spät in die Partie, konnte das Spiel bei Aufsteiger 1. FC Köln aber noch drehen und kam zu einem 3:1-Erfolg (0:1). (LIVETICKER zum Nachlesen)

Die Kölner zeigten sich von Beginn an mutig und bissig in den Zweikämpfen. Die Gäste kamen damit nicht zurecht und hatten von der ersten Spielminute an große Probleme. Nachdem Anthony Modeste noch den Führungstreffer für die Gastgeber verpasste, machte es Dominick Drexler in der 29. Minute besser und drückte nach einer verlängerten Ecke den Ball per Kopf ins Gästetor. Mit seinem ersten Bundesligator brachte er die ohnehin aufgepeitschten FC-Fans in Ekstase.

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Köln verkauft sich gut

Das Team von Coach Lucien Favre zeigte sich beeindruckt und tat sich zunächst noch schwerer. Die wesentlich leidenschaftlicheren Kölner versuchten es nicht nur mit vier Zugängen in der Startelf, sondern auch mit zwei Sturmspitzen und göttlichem Beistand. Am späten Nachmittag hatte die legendäre Schwalbennest-Orgel im Dom beim traditionellen Gottesdienst vor dem ersten Heimspiel die FC-Hymne gespielt, 4500 Gäste erhoben dazu ihre Schals.

Etwas weltlicher ging es der BVB an - mit der Rückkehr von Stammtorhüter Roman Bürki als einziger Änderung im Vergleich zum phasenweise berauschenden 5:1 gegen den FC Augsburg. "Es gab im Feld keinen Grund zum Wechseln", sagte Sportdirektor Michael Zorc bei DAZN. Somit saßen Mario Götze, Julian Brandt oder Thomas Delaney zunächst auf der Bank: eine beeindruckende Kadertiefe.

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Der Aufsteiger verkaufte sich exzellent, er raubte dem Gast mit Härte die Lust am Spiel. Der BVB spielte zu lässig und kassierte nach einem Eckball das verdiente Gegentor. Fortan gerieten die Borussia-Stars mächtig ins Schwimmen, sie vertändelten den Ball im Spielaufbau und schenkten ohne Not weitere Ecken her, Bürki handelte sich gegen das aggressive Pressing beinahe ein Eigentor ein. 

Das Gerüst wankte. Die erste richtige Dortmunder Torchance war ein scharfer Ball von Lukasz Piszczek (42.) kurz vor der Pause, in der Favre erstaunlicherweise noch auf Auswechslungen verzichtete. Weiter wurde der Ballführende von den Kölnern ständig gehetzt und bearbeitet. Die Südtribüne bejubelte nach einer Stunde zudem das vermeintliche 2:0, Modeste stand jedoch eindeutig im Abseits. 

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Reus: "Der Plan ist am Ende aufgegangen"

"Der Trainer hat uns in der Halbzeit mitgegeben, dass wir das Tempo weiter hochhalten müssen, denn dann werden die Kölner müde", verriet der erleichterte BVB-Kapitän nach der Partie bei DAZN. "Der Plan ist am Ende dann auch aufgegangen."

Der Plan ging auf, nachdem Favre nach einer Stunde reagierte und Julian Brandt und Achraf Hakimi für Julian Weigl und Nico Schulz ins Spiel brachte. Die Joker brachten endlich Schwung in die Dortmunder Angriffsbemühungen. 

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Brandt steckte mit seiner ersten Aktion gut auf Reus durch, dessen Schuss allerdings abgeblockt wurde (63.). Sieben Minuten später machte es Jadon Sancho besser, der den Ball nach einer kurz ausgeführten Ecke aus spitzem Winkel ins lange Eck jagte. Für den 19-Jährigen war es ein besonderes Tor, da es eine Bestmarke in der Bundesliga bedeutet. Nie hatte ein jüngerer Spieler zuvor 15 Bundesliga-Tore erzielt.

Hakimi erlöst den BVB

In der Folge wurde der BVB stärker, den tapferen Kölnern ging hingegen die Luft aus. In der 86. Minute erlöste Hakimi die Gäste. Er köpfte eine Flanke von Lukasz Piszczek in das leere Tor. In der Nachspielzeit traf Paco Alcácer noch zum 3:1. Er vollendete einen Konter und erzielte am zweiten Spieltag bereits sein drittes Tor. Der Spanier musste den Ball nach einem Zuspiel von Sancho nur noch ins leere Tor schieben. 

"Am Ende bin ich zufrieden. Wir haben gewonnen, das ist gut. Wir wussten, dass es kein einfaches Spiel wird. Solche Siege tun einer Mannschaft gut", sagte Dortmunds Neuzugang Brandt nach der Partie bei DAZN. "Es spricht für uns, dass wir Moral gezeigt haben."

Kölns Trainer Achim Beierlorzer war dagegen enttäuscht: "Ich kann meiner Mannschaft zu der Leistung eigentlich nur gratulieren. Schade, dass wir ohne Zählbares aus dem Spiel gehen."

Mit dem Sieg verteidigten die Dortmunder die Tabellenspitze. (TABELLE der Bundesliga)

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