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PADERBORN, GERMANY - AUGUST 24: SC Paderborn 07 side cuts a dejected figures after losing during the Bundesliga match between SC Paderborn 07 and Sport-Club Freiburg at Benteler Arena on August 24, 2019 in Paderborn, Germany. (Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)
Der SC Paderborn verlor auch sein zweites Bundesligaspiel in dieser Saison © Getty Images
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Dank Luca Waldschmidt und Nils Petersen feiert der SC Freiburg beim SC Paderborn den zweiten Saisonsieg. Der Bundesliga-Aufsteiger hadert mit dem Schiedsrichter.

Steffen Baumgart warf wutentbrannt seine Mütze auf den Boden - und kassierte die Gelbe Karte.

"Regeltechnisch ist das in Ordnung, er hat mich zuvor nicht ermahnt, aber das musste er auch nicht", beschrieb der Coach von Aufsteiger SC Paderborn die Szene in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit bei Sky, nachdem die Ostwestfalen auch das zweite Spiel verloren hatten. (Tabelle der Bundesliga)

Aber Baumgart legte nach: "Langsam werden wir schwachsinnig. Hier geht es eher um Schutz und nicht um das Fußballspiel. Bisher war ich damit einverstanden. Mittlerweile ist es schon schwierig für mich, ohne Emotionen am Rand zu stehen. Wenn man dann von uns draußen erwartet, dass wir ruhig sind, puh, dann werde ich öfter eine Gelbe Karte bekommen."

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Auch bei der 1:3 (1:2)-Niederlage gegen den SC Freiburg verkaufte sich Paderborn wie schon beim 2:3 in Leverkusen gut, aber noch steht der Klub ohne Punkte da. Und fühlte sich am Ende vom Schiedsrichtergespann um Tobias Welz benachteiligt.

Paderborn fühlt sich von Schiri benachteiligt

"Wie man mit uns umgeht, ist ein Schlag ins Gesicht", sagte Geschäftsführer Martin Przondziono. Seiner Meinung nach seien sämtliche 50:50-Entscheidungen gegen Paderborn entschieden worden. Zudem wurde ein Vorteil bei einem aussichtsreichen Konter abgepfiffen. Gemeint war die Szene kurz vor der Pause als Baumgart für seinen Aufreger Gelb sah.

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Allerdings hatte Paderborn auch Glück, dass nach einem Handspiel von Uwe Hünemeier in der Schlussphase der ersten Halbzeit nicht auf Elfmeter entschieden wurde.

Dennoch zahlten die Ostwestfalen erneut Lehrgeld - der Offensiv-Fußball à la SCP wird zurzeit im Oberhaus nicht belohnt. Dagegen läuft es beim Sport-Club wie am Schnürchen. Nach dem 3:0 gegen Mainz vor Wochenfrist gab es den nächsten Sieg.

Streich mit Bierbecher beworfen

Mit sechs Punkten sind die Freiburger genauso gut gestartet wie Tabellenführer Borussia Dortmund. Einziger Aufreger: Unbesonnene Fans warfen Bierbecher auf die Freiburger Trainerbank. "Da regt man sich natürlich auf, aber das hat mit Paderborn nichts zu tun, sondern mit den betreffenden Personen. So etwas tut man einfach nicht", sagte Trainer Christian Streich bei Sky.

Seine Mannschaft feierte den zweiten Sieg im zweiten Spiel - das war den Breisgauern in ihren bisher 19 Spielzeiten im deutschen Fußball-Oberhaus noch nie gelungen. Luca Waldschmidt (21., Handelfmeter), Nils Petersen (40.) und Chang-Hoon Kwon (90.) trafen vor 14.322 Zuschauern für die lange Zeit unauffälligen Gäste.

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Eindringlich hatte Streich sein Team unter der Woche vor dem überfallartigen Paderborner Powerfußball gewarnt - doch es half nichts: Gerade zwei Minuten waren gespielt, als der Ball im Gäste-Tor lag. Sebastian Vasiliadis hatte nach einem Ballgewinn am eigenen Sechzehner Übersicht bewiesen und den flinken Mamba über die linke Seite geschickt. Dieser blieb vor SC-Keeper Alexander Schwolow cool und verwandelte flach ins lange Eck. (Spielplan der Bundesliga)

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Waldschmidt gleich aus dem Nichts aus

Freiburg war um eine Antwort bemüht, mehr aber auch nicht. Dem Streich-Team unterliefen zu häufig Fehler im eigenen Spielaufbau. Die Gastgeber hätten das bestrafen müssen, als in der 9. Minute der agile Mamba allein aufs Gäste-Tor zulief, im letzten Moment aber fair gestoppt wurde. Christopher Antwi-Adjei (17.) vergab aus spitzem Winkel eine weitere aussichtsreiche Gelegenheit. 

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Der Ausgleich der Gäste durch Waldschmidt - SCP-Kapitän Christian Strohdiek hatte eine Hereingabe klar mit der Hand gestoppt - fiel dann aus dem Nichts - besserte das Freiburger Spiel aber nicht. Paderborn lauerte stets und kam wie schon beim 2:3 bei Bayer Leverkusen in der Vorwoche mit steilen Pässen über die Außenbahnen zu guten Chancen. (Das Spiel im TICKER zum Nachlesen)

Erst leistete sich Mamba in bester Abschlussposition einen technischen Fehler (30.), dann touchierte Sebastian Vasiliadis' Kopfball nach einem Standard den rechten Pfosten (39.).

Freiburger weiterhin ungeschlagen

Freiburg bestrafte die Schludrigkeiten der bis dahin deutlich aktiveren Paderborner humorlos. Strohdiek unterschätzte einen lang geschlagenen Ball, ehe Petersen SCP-Torhüter Jannik Huth mit aller Ruhe umkurvte und zur schmeichelhaften Führung einschob. 

Paderborn investierte in der Folge weiterhin viel. Freiburg, das seinen Saisonauftakt vor eigenem Publikum gegen den FSV Mainz 05 gewonnen hatte (3:0), hingegen zog sich etwas zurück, lauerte auf Konter und versuchte sein Glück über Standards. Jonathan Schmids Freistoß klärte Huth nur mit Mühe zu einer Ecke (64.). 

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