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München - Clemens Tönnies' Aussagen sorgen seit Tagen für Unruhe auf Schalke. Was aber genau hat der S04-Boss eigentlich gesagt? Eine Tonaufnahme gibt Aufschluss.

Rassistisch oder nicht? Die umstrittenen Aussagen von Schalkes Aufsichtsratsvorsitzendem Clemens Tönnies beim "Tag des Handwerks" in Paderborn sorgen rund um den Traditionsverein weiterhin für Unruhe.

Ex-Profis, Politiker und Fans forderten in den vergangenen Tagen eine Ablösung des starken Mannes bei den Königsblauen - der Schalker Ehrenrat jedoch traf eine andere Entscheidung: Seiner Meinung nach ist der gegen Tönnies "erhobene Vorwurf des Rassismus unbegründet", Tönnies nimmt lediglich eine dreimonatige Auszeit.

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Das sagte Schalke-Boss Tönnies

Was aber genau hat der 63-Jährige auf der Bühne in Paderborn eigentlich gesagt?

In den vergangenen Tagen war meist nur ein Satz aus Tönnies' Rede zu lesen gewesen, eine vom Westfalen-Blatt veröffentlichte Audio-Aufnahme gibt hingegen genaueren Aufschluss über den Kontext und den exakten Wortlaut seiner Äußerungen.

Die Aussagen von Clemens Tönnies beim "Tag des Handwerks" im Wortlaut:

"Und wenn wir zwischen 20 und 27 Milliarden Euro investieren, um ein Beispiel zu geben, in die Welt hinaus, um 0,0016 Prozent CO2, bezogen auf den Globus, zu verändern: Warum gehen wir eigentlich nicht her und geben das Geld dem Gerd Müller, unserem Entwicklungsminister, und der spendiert jedes Jahr 20 große Kraftwerke nach Afrika?

Dann hören die auf, die Bäume zu fällen, hören auf, wenn's dunkel ist, wenn wir sie nämlich elektrifizieren, Kinder zu produzieren.

Ich bin in Sambia gewesen, dort gibt es 14,6 Kinder pro Pärchen. Ja, was machen die, wenn's dunkel ist?"

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Statistiken widerlegen Tönnies' Aussage

Zur Einordnung: Statistiken zeigen, dass Sambia - wie zahlreiche andere afrikanische Länder - tatsächlich zu den geburtenstärksten Ländern der Welt gehört.

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Erhebungen der Vereinten Nationen zwischen 2010 und 2015 kommen jedoch zu dem Ergebnis, dass eine Frau in Sambia in ihrem Leben durchschnittlich 5,2 Kinder zur Welt bringt. Laut Weltbank-Zahlen von 2017 liegt die Fertilitätsrate sogar nur bei 4,9.

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