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München - In Köln spricht man von den ersten fünf schweren Spielen. Die Niederlage gegen Berlin zeigt, dass der Druck zu groß ist. Der SPORT1-Kommentar von Markus Höhner.

Stets war in Köln von diesen ersten fünf, so schwierigen Spielen die Rede. Zurecht.

Aber damit war auch klar, dass sich der erste ganz große Druck auf das Duell mit Hertha BSC konzentrieren würde. Köln konnte diesem Druck nicht standhalten.

Es war die individuelle und für den FC sehr unglückliche Spiel-Geschichte der gestrigen Partie, die über Ab- und Aufwärtstrend entschieden hat. Jhon Cordoba hatte mit seiner Großchance in der 14. Minute den guten Trend auf dem Kopf, aber er vergab diese riesige Möglichkeit.

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Mittenrein in Kölns guten Auftakt dann das recht glückliche Tor für die Berliner und ein Aussetzer von Meré, der völlig zurecht nach Ansicht der Bilder mit Rot bestraft wurde.

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Der Rest ist schnell zusammengefasst. So läuft es, wenn Du ein Spiel im Kopf verlierst. Das stetige, bedrückte Bemühen der teils eben unerfahrenen und in Unterzahl agierenden Kölner, wurde von Ibisevic und Co. mit seelischer Leichtigkeit gnadenlos ausgekontert. Eine Bruchlandung für den FC, die so gar nicht in die These mit den "ersten fünf" schwierigen Spielen passt. 

Beierlorzer als Moderator 

Diesen Kummer muss Achim Beierlorzer jetzt moderieren, intern und extern. Der Kader ist wohl gut genug - Köln ist vom Budget ohnehin nicht mit den Mitaufsteigern Union Berlin oder SC Paderborn vergleichbar, auch Fortuna Düsseldorf hat weniger Geld zur Verfügung.

Die Mannschaft muss aber mit einigen Erstliga-Neulingen für den Klassenerhalt leidenschaftlich am Limit spielen. Der Druck auf Beierlorzer und sein Team trifft ihn jetzt mit voller Breitseite. Beim wiedererstarkten Schalke kann man letztlich nur gewinnen.

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Aber dann kommt Paderborn, der Angstgegner der letzten Saison. Dabei wird schon der bloße Name des netten Städtchens aus Westfalen in der Fußball-Großstadt Köln zum gnadenlosen Ballast, der die wahre Qualität von Baumgarts Bayern-Zänkern nur unterschätzen lässt. Aber der Tenor im Kölner Umfeld wird lauten: "Gegen diese Paderborner gewinnst Du doch auf jeden Fall!"

Und genau diesen Riesen-Druck muss Achim Beierlorzer mental mit seiner Truppe meistern. Es folgen die Auswärtsspiele in Mainz und Düsseldorf. 

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Der in der ersten Liga und solchen Krisenphasen eben selber noch unerfahrene Beierlorzer, muss bis Anfang November seine Mannschaft emotionalisieren.

Viel mehr Geduld wird man nicht haben, da alle mahnend an das zu lange Zögern in der letzten Abstiegssaison denken. Und, weil mit Bruno Labbadia schon seit Monaten ein Name im Hintergrund gehandelt wird, der schon als Spieler leidenschaftlich, temperamentvoll nach Köln passte und in Sachen Abstiegskampf alle Erfahrungen mitbringt. 

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