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Spielte Marco Reus gegen Gladbach trotz gesundheitlicher Probleme? Nicht alle BVB-Fans sind glücklich über so viel Heldenmut, der BVB setzt sich zur Wehr.

Hat der BVB für drei wichtige Punkte die Gesundheit seines Kapitäns Marco Reus riskiert?

Am späten Samstagabend hatte ein Tweet der Dortmunder nach dem Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach für Aufregung gesorgt. "Trotz eines grippalen Infekts hat sich unser Kapitän in den Dienst der Mannschaft gestellt und das 1:0-Siegtor erzielt", teilten die Schwarz-Gelben nach der Partie mit.

Ein echter Held? Einige BVB-Fans sahen das offenbar etwas anders. Unter dem entsprechenden Tweet häuften sich neben einigen positiven auch jene Kommentare, wonach der Klub unverantwortlich gehandelt habe.

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"Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich das so geil finden soll. Sowas ist nicht ohne Risiko und die Gesundheit muss immer wichtiger sein als der sportliche Erfolg", oder "andere anstecken und riskieren, dass er demnächst mit Herzrhythmusstörungen ausfällt oder womöglich gleich auf dem Platz zusammenbricht", war dort zu lesen.

BVB wehrt sich im Fall Reus

Bei sportlicher Betätigung mit einer Erkältung besteht tatsächlich die Gefahr, dass sich die Krankheitserreger durch den angeregten Kreislauf schneller im gesamten Körper verteilen und im schlimmsten Fall eine Herzmuskelentzündung entsteht. Am Sonntag reagierte der BVB auf die Vorwürfe.

"Wir wissen um die Verantwortung, die wir tragen", sagte Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl dem kicker. Sportdirektor Michael Zorc ergänzte: "Wir würden da kein Risiko eingehen."

Ein Einsatz des Kapitäns im bevorstehenden Champios-League-Spiel bei Inter Mailand am Mittwoch (Champions League: Inter Mailand - Borussia Dortmund ab 21 Uhr im LIVETICKER) sei demnach nicht in Gefahr.

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Anders sieht es bei Torhüter Roman Bürki aus. Dessen Einsatz wird sich erst kurzfristig entscheiden. Der Schweizer zog sich bei einem Zusammenstoß mit Breel Embolo eine Kapselzerrung im Knie zu und musste ausgewechselt werden.

"Wir müssen abwarten, ob es bis Mittwoch reicht", sagte Zorc am Sonntag. Als Vertreter stünde Bürkis Landsmann Marwin Hitz bereit.

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