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München - Geht Schalkes Torwart den gleichen Weg wie Vorgänger Neuer oder bleibt er seinem Verein treu? SPORT1 stellt die beiden Optionen von Alexander Nübel gegenüber.

Geht er oder bleibt er?

Torwart Alexander Nübel gehört zu den am heißesten diskutierten Personalien im deutschen Fußball. Nach SPORT1-Informationen fällt die Entscheidung bei dem 23-Jährigen nur noch zwischen seinem jetzigen Verein FC Schalke 04 und dem FC Bayern.

SPORT1 stellt das Für und Wider der beiden Optionen gegenüber.

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Das spricht für den FC Schalke 04:

Die Gelsenkirchener bieten Nübel nach SPORT1-Informationen einen Vertrag bis 2024 mit einer Ausstiegsklausel. Diese, so berichtet die Sport Bild, soll gering sein und zwischen zehn und 20 Millionen Euro liegen - Nübels Gehalt könnte dafür bis zu fünf Millionen Euro ansteigen. Wie SPORT1 weiß, bewegt sich diese Bezahlung in einem ähnlichen Rahmen wie das Angebot der Bayern.

Der finanzielle Aspekt ist für Nübel womöglich aber zweitrangig, der Knackpunkt dagegen die sportliche Perspektive. Doch so lange Schalke sich finanziell von den Bayern nicht ausstechen lässt, kommt Nübel wohl auch kaum in Versuchung, seine Haltung zu überdenken.

Und dank der Ausstiegsklausel zu einem moderaten Preis muss sich der Schlussmann auch nicht auf unabsehbare Zeit festlegen.

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Dazu kommt, dass Nübel bei Königsblau die unumstrittene Nummer 1 ist - bei Bayern wäre er dagegen zunächst die Nummer 2 hinter Manuel Neuer. Dessen Vertrag läuft bis 2021, könnte zudem auch noch um zwei Jahre verlängert werden. Bis Nationalkeeper Neuer seine Karriere beendet, wird er seine Position nicht aufgeben wollen.

Auch die bei anderen europäischen Klubs mittlerweile übliche Arbeitsteilung zwischen zwei relativ gleichwertigen Keepern ist bei Bayern - Stand jetzt - undenkbar. Nübel droht bei einem Bayern-Wechsel also bis zu drei gute Karriere-Jahre zu verlieren - was auch für seine weitere Entwicklung ein Risiko wäre.

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Nicht zuletzt ist der starke Start unter dem neuen Trainer David Wagner, der Nübel absolut vertraut, für S04 im Poker um den Torwart Gold wert.

Mehr noch: Wenn Schalke wieder um die internationalen Plätze mitspielt, hat Nübel dort zumindest kurzfristig die klar bessere Entwicklungsperspektive.

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SPORT1 weiß: Nübel registriert die positive Entwicklung auf Schalke ganz genau. Deshalb sind die dortigen Verantwortlichen sehr optimistisch, ihr größtes Juwel weiter an sich zu binden. Daher setzen sie Nübel auch kein Ultimatum.

Nicht zuletzt ist der Torwart auch bei den Schalker Fans äußerst beliebt. Sie würden ihm auch den einen oder anderen Fehler verzeihen, während er bei den Bayern unter einem ganz anderen Druck und in einem gnadenloseren Fokus stehen würde.

Das spricht für den FC Bayern:

Doch natürlich hat der FCB einiges zu bieten: Beim Rekordmeister winken Nübel Titel, national und international. Mit Schalke ist das - Wagner-Effekt hin oder her - keine sichere Wette. Hinzu käme in München die bessere Perspektiven, auch in der Nationalmannschaft nach der 1 zu greifen, wenn sich Nübel denn auf Top-Niveau beweist.

Zur Erinnerung: Aus diesen Gründen hatte sich einst auch Neuer für Bayern und gegen Schalke entschieden, obwohl er als gebürtiger Gelsenkirchener seinerzeit auf Schalke noch viel mehr verwurzelt war als der aus Paderborn stammende Nübel.

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Allerdings dürfte auch Nübel wissen, dass man nicht viele Chancen bekommt, bei Deutschlands Vorzeigeklub zur Nummer 1 aufzusteigen. Wenn er das Angebot jetzt ausschlägt, kommt es womöglich nie wieder.

Bei Schalke hingegen dürfte nicht zu erwarten sein, dass der Verein langfristig und konstant in der europäischen Spitzenklasse mitmischt. Die Aussicht auf Top-Transfers, wie sie bei Bayern gang und gäbe sind, ist bei den Knappen doch gering. Schließlich sind die Schalker finanziell längst nicht so potent wie der Rivale aus dem Süden. 

Fazit: Im Endeffekt wird es Nübel bei seiner Entscheidungsfindung darauf ankommen, was ihn mehr reizt: Die Aussicht, auf Schalke eine Legende zu werden, oder die Perspektive, mit den Bayern auch auf europäischer Ebene die ganz großen Erfolge zu feiern.

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