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Leverkusen - Bayer Leverkusen kommt in der Bundesliga weiter nicht vom Fleck - trotz bester Torchancen. Kerem Demirbay und Peter Bosz kritisieren hinterher den eigenen Platz.

Die eklatante Abschlussschwäche zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison von Bayer 04 Leverkusen.

Auch gegen das Überraschungsteam vom SC Freiburg kam das Team von Trainer Peter Bosz trotz drückender Überlegenheit nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

"Wir haben so viele große Chancen gehabt, machen die Tore aber nicht. Es geht im Fußball aber um Tore, das habe ich schon oft gesagt in dieser Saison. Ansonsten kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben heute zwei Punkte verloren", haderte der Niederländer.

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27 Torschüsse verzeichneten die Statistiker anschließend - so viele wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr in einem Leverkusener Bundesligaspiel. Abgesehen von Moussa Diabys Premierentreffer (36.) fand keiner dieser Abschlüsse den Weg ins Tor. Lucas Höler hatte die Breisgauer in der fünften Minute per Kopf in Führung gebracht. Und so musste sich der Champions-League-Anwärter mit nur einem Punkt zufrieden geben, in den vergangenen sechs Ligaspielen gelang nur ein Sieg. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

Leverkusen schimpft über schlechten Platz

Offensivspieler Kerem Demirbay sah einen Grund für den erneuten Rückschlag auch in den schlechten Platzverhältnissen in der BayArena. (SERVICE: Spielplan der Bundesliga)

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"Der Platz ist schon seit Saisonbeginn eine Katastrophe", sagte Demirbay. Er wolle keinen persönlich angreifen, meinte der 26-Jährige: "Das sind alles Mitarbeiter des Vereins. Aber der Platz ist einfach schlecht."

Sein Cheftrainer Bosz teilte die Kritik am seifigen Untergrund. "Wir sind konstant weggerutscht. Auf diesem Platz ist es sehr schwierig, nicht auszurutschen", sagte Bosz. "Wir sind eine Mannschaft, die von hinten aufbauen will. Das ist schwierig auf so einem Platz, deshalb ist das nicht zu unserem Vorteil."

Diaby feiert Startelf-Debüt

Bayer musste erneut auf den verletzten Nationalspieler Kai Havertz, den gesperrten Leon Bailey sowie kurzfristig auch auf Julian Baumgartlinger verzichten.

Vor 29.032 Zuschauern in der BayArena gab dafür Diaby sein Startelfdebüt im Oberhaus. Der 20 Jahre alte Franzose deutete bereits nach 35 Sekunden seine Klasse an, als er Bayer-Torjäger Kevin Volland glänzend in Szene setzte, der nur knapp die Führung verpasste. Zwei Minute später scheiterte Kerem Demirbay nach einem indirekten Freistoß im SC-Strafraum an der Latte.

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Leverkusen rennt an - Flekken im Fokus

Dann folgte die kalte Dusche für Bayer. Nach einem Eckball von Christian Günter kam Höler völlig freistehend zum Kopfball und ließ Bayer-Torwart Lukas Hradecky bei seinem dritten Saisontor keine Chance. In der 16. Minute klärte die Freiburger Defensive mit vereinten Kräften nach einer weiteren gefährlichen Hereingabe von Diaby.

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In der Folge biss sich Bayer an der gut sortierten SC-Abwehr die Zähne aus. Freiburg stand sicher und brachte seinerseits die Hintermannschaft des Gastgebers bei gefährlichen Kontern einige Male in Verlegenheit.

Bereits in der 26. Minute musste Bayer-Trainer Peter Bosz den angeschlagenen Außenverteidiger Mitchell Weiser durch den etatmäßigen Kapitän Lars Bender ersetzen.

Bellarabi scheitert am Pfosten

Drei Minuten später scheiterte der auffällige Diaby an Freiburgs Keeper Mark Flekken, der den nach wie vor verletzten Stammtorwart Alexander Schwolow einmal mehr glänzend vertrat. Beim Ausgleich durch Diaby, der sein Glück aus 18 Metern versuchte, war Flekken aber machtlos. Kurz vor der Pause hätten Volland und Karim Bellarabi, der nur den Außenpfosten traf, für Bayer, das den Druck merklich erhöhte, nachlegen können.

Im zweiten Durchgang drehte Leverkusen in einer temporeichen Partie weiter auf und erspielte sich eine Chance nach der anderen. Volland (50.) und der auffällige Diaby (61./68.) ließen aber jeweils beste Gelegenheiten ungenutzt.

Die Gäste, bei denen der verletzte Nationalspieler Luca Waldschmidt im Offensivbetrieb schmerzlich vermisst wurde, hatten dennoch durch Jonathan Schmid in der 67. Minute die große Möglichkeit zum zweiten Treffer.  

 

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