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Serge Gnabry und der FC Bayern kassierte eine 1:5-Pleite
Serge Gnabry und der FC Bayern kassierte eine 1:5-Pleite © Getty Images
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Die Krise beim FC Bayern verschärft sich. Nach einem frühen Platzverweis für Boateng verliert die Kovac-Elf in Frankfurt. Nur Lewandowski trifft.

Thomas Müller und David Alaba diskutierten mit den aufgebrachten Fans am Zaun, der angezählte Trainer Niko Kovac nahm einen tiefen Schluck aus seiner Trinkflasche und verschwand dann erst einmal in der Kabine.

Nach der höchsten Bundesliga-Niederlage seit über zehn Jahren hat sich die Herbstkrise beim deutschen Rekordmeister Bayern München noch einmal dramatisch verschärft. Für Kovac wird die Luft nach dem 1:5 (1:2)-Debakel bei seinem alten Klub Eintracht Frankfurt immer dünner.

Kein öffentliches Bayern-Training am Sonntag

Wie die Bayern am späten Abend via Twitter mitteilten, "wurde kurzfristig die Entscheidung getroffen, morgen nicht öffentlich zu trainieren".

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"Das ist kein riesiges Wunder. Das hat sich angebahnt", kommentierte Kapitän Manuel Neuer im ZDF die Pleite. Nach der frühen Roten Karte gegen Jérôme Boateng (9./Notbremse) agierten die Münchner zwar in Unterzahl, doch das wollte Neuer nicht als Entschuldigung für den desolaten Auftritt gelten lassen. (Die Stimmen aus Franfurt)

"Das hat es natürlich nicht leichter gemacht. Dennoch darfst du keine fünf Dinger bekommen. Wir sind nicht konsequent in der Verteidigung", schimpfte der Nationaltorhüter, der bei den Gegentreffern durch Filip Kostic (25.), Djibril Sow (33.), David Abraham (49.), Martin Hinteregger (61.) und Goncalo Paciência (85.) chancenlos war.

"Wir haben zu viele Fehler gemacht"

Zuletzt hatten die Bayern im April 2009 in Wolfsburg 1:5 in der Liga verloren - der damalige Trainer Jürgen Klinsmann wurde kurze Zeit später entlassen. Kovac könnte ein ähnliches Schicksal drohen, daran änderte auch das 14. Saisontor von Robert Lewandowski nichts (37.).

"Nach der Roten Karte war alles über den Haufen geworfen. Dennoch darf uns das am Ende nicht passieren. Es war heute nicht das, was wir von uns erwarten. Wir haben zu viele Fehler gemacht", sagte der angefressene Kovac, der Fragen nach seiner Zukunft schlecht gelaunt beantwortete: "Das weiß ich nicht."

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Nach dem Spiel hatten nicht nur die Fans Redebedarf. Lewandowski tauschte sich angeregt mit Neuer und Serge Gnabry aus - die Stars wirkten ratlos. Im Topspiel gegen Borussia Dortmund fehlen nach dem Platzverweis gegen Boateng drei Innenverteidiger - Niklas Süle und Lucas Hernandez sind verletzt.

Während die Münchner ihre Wunden leckten, feierte die Mehrzahl der 51.500 Zuschauer ausgelassen die Eintracht. "Das war ein Ausrufezeichen. Das ist ein Freudentag", sagte Sportvorstand Fredi Bobic. Die Fans sangen schadenfroh: "Zieht den Bayern die Lederhosen aus."

Nach dürftigen Vorstellungen in den vergangenen Wochen, insbesondere bei der Beinahe-Blamage im Pokal beim Zweitligisten VfL Bochum (2:1), hatte Kovac seine Mannschaft in die Pflicht genommen. "Mehr Leidenschaft" erwartete der Kroate vor allem in den Zweikämpfen - eine Vorgabe, die in Unterzahl noch wichtiger erschien.

Zweitschnellster Bayern-Platzverweis

Dabei wollten die Münchner endlich auch wieder spielerisch glänzen. Kovac hatte dafür taktische Änderungen vorgenommen und neues Personal gebracht. Im Vergleich zum Pokalspiel wechselte der in der Kritik stehende Coach auf vier Positionen, unter anderem kehrten Thomas Müller für sein 500. Pflichtspiel, Philippe Coutinho und Lewandowski in die Startelf zurück.

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Nach dem zweitschnellsten Platzverweis für einen Bayern-Spieler in der Bundesliga mussten die Gäste vornehmlich Defensivarbeit leisten, die Frankfurter trauten sich in Überzahl noch mehr zu. Erst die geniale Körpertäuschung von Lewandowski und der anschließende Treffer weckte die Bayern kurzfristig aus ihrer Schockstarre. 

Die Münchner kamen auch mit Elan aus der Pause, erhielten aber direkt die kalte Dusche durch Abraham. Kovac reagierte und nahm den unauffälligen Coutinho vom Platz, Kingsley Coman sollte das Offensivspiel beleben. Stattdessen spielten sich die Frankfurter in einen Rausch.

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