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Manuel Neuer steckt mit dem FC Bayern in der Krise
Manuel Neuer steckt mit dem FC Bayern in der Krise © Getty Images
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Frankfurt am Main - Der FC Bayern geht in Frankfurt unter und rutscht in der Tabelle weiter ab. SPORT1 präsentiert die Stimmen der Protagonisten nach der Münchner Pleite.

Der FC Bayern schlittert in eine tiefe Krise.

Der Rekordmeister unterlag nach frühem Platzverweis von Jerome Boateng mit 1:5 bei Eintracht Frankfurt und rutschte auf Platz 4 ab.

SPORT1 hat die Stimmen von ZDF, Sky, von der Pressekonferenz und aus der Mixed Zone:

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Niko Kovac (Trainer FC Bayern): "Bei uns wurde nach acht Minuten alles über den Haufen geworfen wegen der Roten Karte. Wir haben es trotz des 0:2-Rückstand noch gut in die Halbzeit gebracht. Aber wenn du dann rauskommst und es gibt gleich das 3:1 - aber trotzdem darfst du das nicht so verlieren. Wenn du 80 Minuten mit einem weniger spielst, dann ist das schwierig. Das ist von daher nicht das, was ich von uns erwarte. Wir haben sicherlich in der zweiten Halbzeit nicht gut gespielt, aber die Rote Karte ist ein entscheidender Faktor."

... über die Vorgaben an die Mannschaft: "Was wollen Sie jetzt von mir wissen?! Ich muss mit Ihnen nicht alles teilen!"

... über seine Zukunft bei den Bayern: "Das weiß ich nicht. Das wissen Sie sicherlich besser. Wir reden immer im Konjunktiv. Ich weiß, wie das Geschäft läuft. Ich bin nicht naiv oder blauäugig."

... über den Vergleich zur Krise im Herbst 2018: "Ich habe damals nicht aufgegeben und gebe auch jetzt nicht auf. Mir hat mal jemand gesagt: Wenn es zu einer solchen Situation kommt, darf man nicht unruhig werden. Man muss an den Dingen, an die man glaubt, festhalten."

Manuel Neuer (FC Bayern:) "Wir dürfen keine fünf Dinger bekommen. Bei den Gegentoren haben wir etwas Pech gehabt, der Ball war zwei Mal abgefälscht. Wir waren inkonsequent in der Verteidigung. Es ist kein riesiges Wunder, es hat sich angebahnt. Wir haben nicht gegen Estland gespielt, sondern gegen Frankfurt. Wir müssen uns Gedanken machen."

... auf die Frage, wie unruhig die nächsten Tage werden: "Sehr unruhig!"

... über den Gang in die Fankurve: "Erst mal war von uns aus wichtig, dass wir als Mannschaft geschlossen hingehen und uns für die Leistung und das, was wir heute gezeigt haben, entschuldigen. Dass sowas nicht normal ist, wissen wir. Wir sind dankbar für den Support zu Hause und natürlich auswärts in den Stadien, deshalb ist es nicht akzeptabel, dass man so ein Spiel hier in der Höhe verliert."

... über die Krise des FC Bayern: "Ich finde, das hat sich schon ein bisschen abgezeichnet. Das ist jetzt für mich kein Wunder, was hier heute passiert ist. Man hat ja auch das Spiel in Bochum gesehen, deshalb ist es für mich keine Riesenüberraschung, was hier passiert ist. Das ist nicht darauf zurückzuführen, dass wir die Rote Karte in der Anfangsphase bekommen haben, sondern einfach, dass es nicht läuft. Damit müssen wir uns auseinandersetzen, wir analysieren es und sprechen Dinge an. Aber es muss sich auf jeden Fall was ändern."

... über das Verhältnis zu Trainer Niko Kovac: "Das Resultat auf dem Platz sieht man ja. Wir sind alle nicht zufrieden und da muss jeder bei sich anfangen." (...) "Er (Kovac; d. Red.) macht natürlich die Analyse und versucht, uns alle mitzunehmen und das ist natürlich seine Aufgabe. Aber jeder Einzelne, egal welche Rolle er für den FC Bayern spielt, muss bei sich anfangen und muss für das Team arbeiten."

... über die Trendwende vergangene Saison: "Die neun Punkte Rückstand waren die größte Motivation und so haben wir es geschafft."

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Das ist nicht zu erwarten gewesen. Ich hätte mit vielem gerechnet. Meine Bilanz war: Drei Spiele, null Punkte, 1:13 Tore. Wir haben gesagt, dass wir sie zu einem guten Zeitpunkt erwischen könnten. Ausschlaggebend war sicher der Platzverweis, aber der Knackpunkt war wohl das 3:1. Wir haben ein tolles Kollektiv. Für die Stürmer ist es angenehm, weil sie zu Torchancen kommen. Wir sind heute sehr glücklich."

Fredi Bobic (Vorstand Sport Eintracht Frankfurt): "Das ist wieder ein Ausrufezeichen gewesen, dass wir noch leben und uns noch besser präsentieren. Dass wir auch so eine Qualität, wie sie die Bayern haben, clever bespielen können. Die Fans sind mitgegangen, das war eine unfassbare, wunderschöne und friedliche Atmosphäre. Am Ende war es ein Freudentag für uns."

Djibril Sow (Eintracht Frankfurt): "Wir wussten, dass wir bis jetzt die heimstärkste Mannschaft der Liga sind und jeden schlagen können. So sind wir auch in das Spiel reingegangen. Natürlich lief vieles für uns und dann kommt sowas heraus."

Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt): "Wenn man sieht nach dem 4:1, wie die Offensivspieler nach hinten arbeiten, ohne das wäre das heute nicht gegangen. Das macht Eintracht Frankfurt aus. Sonst wären sie auch zu zehnt gefährlich geworden. Das war eine Riesen-Mentalität, wir sind eine richtig geile Mannschaft, genau so müssen wir immer auftreten."

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