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Augsburg - Am Sonntagabend traf Schalke auswärts auf Augsburg. Die Augsburger gingen doppelt in Führung - verpassten jedoch den Befreiungsschlag. Schalke feiert den Auswärtserfolg.

Amine Harit sei Dank: Schalke 04 ist nach einer beeindruckenden Energieleistung zurück auf einem Europapokalplatz. Trotz einer Knieverletzung von Abwehrspieler Salif Sané und eines zweimaligen Rückstands erkämpften sich die Königsblauen beim lange Zeit überlegenen FC Augsburg ein 3:2 (1:1) und beendeten damit eine Serie von drei Spielen ohne Sieg. (LIVETICKER zum Nachlesen)

"Es war ein schönes und wichtiges Tor, es hat uns drei Punkte gegeben", sagte Harit über seinen Treffer in der 82. Minute. Den ersten Schalker Erfolg nach drei Spielen ohne Dreier widmete der 22-Jährige Sané. Der Wermutstropfen bleibt der Ausfall von Sané, der bereits in der neunten Minute ausgewechselt werden musste.

"Es handelt sich um eine schwerwiegendere Verletzung, er wird längerfristig ausfallen", sagte Schalke-Trainer David Wagner nach der Begegnung.

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Augsburg brachte sich nach der Führung durch Daniel Baier (38.) nicht zuletzt durch ein Eigentor von Stephan Lichtsteiner (45.+1) um einen verdienten Sieg. Die Schwaben waren vor 30.361 Zuschauern über weitere Strecken die bessere Mannschaft - warten nun aber seit sechs Spielen auf den zweiten Saisonsieg.

Harit dreht Partie in Augsburg

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Nach einem von Alfred Finnbogason nach Videobeweis verwandelten Handelfmeter (60.) drehten Ozan Kabak (71.) und Harit (82.) das Spiel. Bastian Oczipka bekam einen Hereingabe im Sechzehner an die Hand.

"Das war eine bittere Niederlage, das Spiel hätte weitaus mehr verdient gehabt. Es ist sehr, sehr schade für die aufopferungsvolle Leistung des Teams", sagte Augsburgs Trainer Martin Schmidt bei Sky. "Wir brauchen einfach zu viele Chancen im Moment um Tore zu erzielen. Zwei Standardtore haben Schalke leben lassen."

Augsburgs Außenverteidiger Philipp Max konsternierte: "Wir haben eine super erste Halbzeit gespielt, dann haben wir wieder die Ordnung und Zuordnung verloren. Wir haben wieder ein Spiel aus der Hand gegeben, das wir in der Hand hatten."

Die Gastgeber begannen nach dem 0:0 beim VfL Wolfsburg mit der identischen Elf, spielten lange sehr zielstrebig und besaßen gleich in den ersten fünf Minuten drei großartige Chancen, zwei davon durch den starken Marco Richter. Die Gäste wirkten nicht nur in der Anfangsphase in der Defensive bisweilen etwas unsortiert. 

Schalker Verletzungssorgen häufen sich

Schalkes Abwehr, die bereits wochenlang auf Benjamin Stambouli verzichten muss, erhielt früh im Spiel einen weiteren Rückschlag: Innenverteidiger Sané musste nach einem Zusammenprall mit Florian Niederlechner (5.) mit einer Verletzung am linken Knie vom Platz getragen werden. Für ihn kam Daniel Caligiuri. Weston McKennie rückte in die Innenverteidigung.

Wagner fasste die Verletzungsmisere in der Abwehr nach der Partie bei Sky zusammen: "Wir haben vier herausragende Innenverteidiger, jetzt verlieren wir in dieser Woche zwei. Wir hoffen, dass wir da bis zum nächsten Spiel eine Lösung finden." 

Über die drei Punkte freut sich Wagner natürlich: "Wir sind extrem glücklich darüber. Wir sind nach zwei Rückständen wieder zurückgekommen & machen dann noch den Siegtreffer", sagte er auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Keeper Alexander Nübel meinte gegenüber Sky: "Der erste Schicksalsschlag war, als Sané sich verletzt hat. Danach war es schwierig. Wir haben viel Charakter gezeigt. Das ist die große Stärke in dieser Saison von uns. Letztendlich haben wir verdient mit 3:2 gewonnen."

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Nach der Verletzungsunterbrechung blieb Augsburg die bessere und gefährlichere Mannschaft: Niederlechner etwa scheiterte nach raffinierter Vorarbeit von Richter am glänzend reagierenden Torhüter Nübel (27.). Schwachstelle der Schalker war die linke Abwehrseite mit Bastian Oczipka: Auch der Treffer von Baier, der aus 20 Metern traf, wurde von dort eingeleitet.

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Defensiv standen die Augsburger besser als die Schalker, die zunächst kaum gefährlich in die Nähe des Strafraums gelangten. Der Ausgleich fiel denn auch überraschend: Lichtsteiner verlängerte eine gefährliche Freistoßflanke von Caligiuri mit dem Kopf unbedrängt ins eigene Tor. Auch der Treffer von Kabak fiel nach einem Freistoß, wieder war Caligiuri der Vorbereiter.

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