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Düsseldorf und München - Die neuen Regeln für Schiedsrichter bringen Werder-Coach Florian Kohfeldt auf die Palme. Leidtragender der DFB-Änderungen ist Kapitän Moisander, der Gelb-Rot sieht.

Die neue Regelauslegung des DFB im Umgang mit Unsportlichkeiten hat gleich am ersten Rückrundenspieltag bei der Partie zwischen Fortuna Düsseldorf und Werder Bremen für großen Ärger gesorgt.

Werder-Kapitän Niklas Moisander hatte nach einer Rudelbildung in der Nachspielzeit von Schiedsrichter Felix Brych die Gelb-Rote Karte gesehen. Zuvor waren die beiden Bremer Jiri Pavlenka und Kevin Vogt heftig zusammengeprallt, Vogt musste anschließend sogar ins Krankenhaus gebracht werden.

Kohfeldt: "Witz des Jahrhunderts"

"In so einer Szene eine Gelb-Rote Karte zu gegen, ist der Witz des Jahrhunderts", machte Werder-Trainer Florian Kohfeldt seinem Ärger Luft.

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Schiedsrichter Brych machte er keinen Vorwurf, dafür aber Lutz-Michael Fröhlich. Der Schiedsrichter-Boss des DFB hatte im Vorfeld des Rückrundenstarts die verschärften Regelauslegungen öffentlich erklärt und bereits gemutmaßt, dass es zu mehr Verwarnungen und Platzverweisen kommen würde.

"Es war allen klar, dass Situationen entstehen, wo Exempel statuiert werden", sagte Kohfeldt. "Klar, Niklas läuft auf den Fortunen-Spieler. Aber in der 92. Minute liegen zwei Spieler deiner Mannschaft mit Kopfverletzungen am Boden, und der Kapitän ist etwas emotional, ohne beleidigend zu sein. Warum machen Leute die Regeln, die nie dieses Spiel gespielt haben und überhaupt nicht verstehen?"

Moisander erklärt seine Emotionen

Moisander selbst äußerte sich enttäuscht. "Pavlas (Jiri Pavlenka, Anm. d. Red.) kam raus und er wurde an den Kopf getreten. Da sind mir die Emotionen etwas durchgegangen deshalb habe ich Gelb-Rot bekommen", erklärte der Finne. "Das ist natürlich total enttäuschend. In dem Moment waren meine Jungs aber das wichtigste für mich."

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Der DFB hatte die Schiedsrichter vor dem Rückrundenstart aufgefordert, Unsportlichkeiten und aggressives Verhalten schneller und härter zu sanktionieren. Der Verband erhofft sich davon eine Signalwirkung, durch die insbesondere die Unparteiischen in den Amateurligen geschützt werden sollen.

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