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Düsseldorf - Trotz des Abgangs von Paco Alcácer sieht Hans-Joachim Watzke den BVB im Sturm nicht zu dünn besetzt. Die Goldsteak-Debatte hält der BVB-Boss für "Heuchelei".

Mit der Verpflichtung von Erling Haaland ist die Zeit von Paco Alcácer bei Borussia Dortmund beendet. 

Wie der BVB am Donnerstagabend bestätigte, wechselt der Spanier zurück in die Heimat zum FC Villarreal. Zuvor war Alcácer vom Training freigestellt worden, um die finalen Verhandlungen zu führen.

Am Rande des SPOBIS in Düsseldorf erklärte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, warum die Borussia im Sturm auch ohne Alcácer nicht unterbesetzt ist - und bezog darüber hinaus Stellung zu weiteren aktuellen Themen.

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Hans-Joachim Watzke über ...

den Alcácer-Abgang:

"Ich habe damals nur gesagt, dass wir versäumt haben, einen bestimmten Neuner-Typ im Sommer zu verpflichten. Einen Neuner wie Paco, der sehr große Qualitäten hat, haben wir von der Art schon noch im Portfolio. Mit dem Versäumnis habe ich einen großen, durchschlagskräftigen und schnellen Neuner gemeint. Wir haben in den letzten Wochen vorne auch mit zwei Spitzen mit Sancho und Hazard gespielt. Es ging mehr um die Wucht, die Haaland verkörpert."

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die Diskussion über goldene Steaks:

"Ich halte die Diskussionen um den teilweise ausschweifenden Lebensstil von Fußballern für eine Heuchelei. Ich finde es zwar unnötig, mit Blattgold überzogene Steaks zu essen, aber jeder Spieler kann selbst darüber entscheiden, wie er seine Freizeit gestaltet. Wenn wir jemandem sechs, sieben, acht Millionen zahlen, kann man sich ja leicht ausrechnen, dass er es sich leisten kann, so ein Goldsteak jeden Tag zu essen. Das ist mir aber nicht weiter wichtig, solange der jeweilige Spieler auf dem Fußballplatz seine Leistung bringt. Viel schlimmer fände ich es, wenn ein junger Fan, der ein Autogramm haben will, stehen gelassen oder angemeckert wird."

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Jürgen Klopps Weg mit dem FC Liverpool:

"Es ist außergewöhnlich. Und das ist eher noch zu niedrig gegriffen. Was er mit Liverpool abreißt, das habe ich noch nie erlebt. Das ist atemberaubend. Ich habe so etwas nicht für möglich gehalten. Ich habe das Spiel gestern Abend auch gesehen und habe ihm natürlich die Daumen gedrückt."

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den Bundesliga-Tielkampf:

"Vor eineinhalb Jahren gab es einen Abgesang auf die Bundesliga, weil alles so langweilig ist und Weihnachten feststeht, wer Meister wird. Dieses Jahr ist das für mich nicht klar. Der spannende Titelkampf, den man früher immer England nachgesagt hatte, hat sich nach Deutschland verlagert, dafür ist es in England relativ eintönig geworden an der Spitze. Wir sollten alle froh sein, dass wir eine spannende Bundesliga haben."

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