Lesedauer: 4 Minuten
teilenE-MailKommentare

Köln - Der FC Bayern fährt beim 1. FC Köln einen ungefährdeten Sieg ein. Nach einer historischen Anfangsphase ist das Spiel schon früh entschieden.

Dem FC Bayern ist dank eines turbulenten Blitzstarts der nächste souveräne Erfolg in der Bundesliga gelungen. 

Beim 1. FC Köln siegten die Münchner hochverdient mit 4:1 (3:0). (LIVETICKER zum Nachlesen)

Nach dem 22. Spieltag hat das Team von Trainer Hansi Flick nun einen Zähler Vorsprung auf RB Leipzig und vier auf Borussia Dortmund. (SERVICE: Die Tabelle der Bundesliga)

Anzeige

Historischer Frühstart der Bayern

In den ersten Minuten überrollte Bayern die völlig überforderten Gastgeber. Durch Tore von Robert Lewandowski (3.), Kingsley Coman (5.), der sein Startelf-Comeback nach zwei Monaten feierte, und Serge Gnabry (12.) führten die Münchner bereits früh mit 3:0 - die früheste Drei-Tore-Führung des deutschen Rekordmeisters in der Bundesliga seit dem 20. Januar 1973. 

"So wie wir hier begonnen haben, damit konnte man nicht rechnen", sagte Kapitän Manuel Neuer nach dem Abpfiff bei Sky. "Ich habe auch mit mehr Gegenwehr von den Kölnern gerechnet, wir haben aber unsere ersten Chancen gleich eiskalt ausgenutzt und es gut gespielt."

Die Gäste hätten zur Halbzeit sogar höher führen können. "Wir haben viele Chancen liegengelassen", gab Gnabry zu.

Trotzdem knackte auch Thomas Müller in der Anfangsphase einen Rekord: Das Bayern-Urgestein bereitete die ersten beiden Treffer vor, es waren sein 13. und 14. Assist in der laufenden Bundesliga-Saison. 

DAZN gratis testen und die Freitags- und Montagsspiele der Bundesliga live & auf Abruf erleben | Anzeige

Seit Beginn der detaillierten Datenerfassung im Jahr 2004/05 ist Müller der erste Spieler, der nach 22 Spieltagen bereits 14 Vorlagen auf dem Konto hat.

Der FC Bayern schaltet früh einen Gang zurück

Nach der Pause leistete sich der Rekordmeister einige Nachlässigkeiten, die Kölner verzeichneten ein klares Chancenplus. "Mich ärgert, dass wir nicht konstant so weitergespielt haben und uns dadurch das Leben schwer machen", kritisierte Neuer.

Dennoch traf vor 50.000 Zuschauern erneut Gnabry (66.). Für den FC, der Tabellen-14. bleibt und vor dieser Niederlage viermal in Folge zu Hause gewonnen hatte, war Mark Uth (70.) erfolgreich. An der ersten Heimniederlage unter dem neuen Trainer Markus Gisdol änderte dies nichts mehr. (SERVICE: Alle Ergebnisse)

Die Münchner, die von Gisdol im Vorfeld als "schwerstmöglicher Gegner" bezeichnet worden waren, begannen wild entschlossen. Thomas Müller bediente Lewandowski, der ohne Mühe zu seinem 23. Saisontor verwandelte. Als dann kurz darauf noch Coman - wieder nach einem Pass von Müller - und Gnabry trafen, war das Spiel bereits entschieden. 

Meistgelesene Artikel

Die Bayern durften weiter nach Belieben kombinieren - Köln kam immer zu spät und hatte Glück, nicht noch deutlicher zurückzuliegen. Gnabry traf die Latte (29.), wenig später flog ein Distanzschuss von Joshua Kimmich an den Pfosten (37.). Die Gäste hatten zu diesem Zeitpunkt längst ein paar Gänge zurückgeschaltet, dennoch hielten sie den FC mühelos vom eigenen Tor fern.

Köln verpasst 

Unmittelbar nach der Pause jubelte Köln über das vermeintliche 1:3 durch Jhon Cordoba (46.), doch wegen einer Abseitsstellung gab Schiedsrichter Felix Zwayer nach Hinweis des Videoassistenten Tobias Reichel den Treffer nicht. Der FC spielte nun munter nach vorne und legte den großen Respekt vor dem schier übermächtigen Gegner zumindest etwas ab.

Jetzt das aktuelle Trikot des FC Bayern bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE

Allerdings ließen es die Bayern in dieser Phase auch sehr locker angehen, Hansi Flick ermahnte seine allzu lässigen Stars gestenreich wieder zu mehr Ernsthaftigkeit. Trotzdem musste Torhüter Manuel Neuer im direkten Duell gegen Uth (62.) retten.

Köln witterte nun die Chance auf den Ehrentreffer, die Fans trieben den Aufsteiger nach vorne - stattdessen aber schlugen erneut die Gäste durch den starken Gnabry zu.

In der Schlussphase stand nach Uths Treffer erneut Neuer gegen Cordoba (78.) im Mittelpunkt. Die Kölner erarbeiten sich im zweiten Durchgang insgesamt mehr Möglichkeiten, kamen allerdings nicht mehr heran.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image