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München - Marco Reus wird Borussia Dortmund rund einen Monat fehlen. Trainer Lucien Favre hat mehrere Optionen, den Kapitän zu ersetzen. Stellt er das System um?

Als wäre die Niederlage gegen Werder Bremen im Achtelfinale des DFB-Pokals für Borussia Dortmund nicht schon ärgerlich genug gewesen, hatte sie auch noch einen bitteren Nachgeschmack.

Marco Reus fällt mit einer Muskelverletzung, die er sich in den letzten Minuten der Partie zugezogen hatte, rund einen Monat aus. Und auch wenn sich der Kapitän in der Rückrunde im Leistungstief befand, ist es doch ein Ausfall, der den BVB enorm schmerzt.

Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass für die Borussia richtungsweisende Wochen in der Bundesliga und der Champions League anstehen - zunächst mit dem Topspiel bei Bayer Leverkusen (Bundesliga: Bayer Leverkusen - Borussia Dortmund, ab 18.30 Uhr im LIVETICKER). 

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Die Frage ist, wie Trainer Lucien Favre nun ohne Reus plant.

SPORT1 zeigt Dortmunds Alternativen für die kommenden Wochen:

Möglichkeit 1: 3 - 4 - 2 - 1 (oder auch 3 - 4 - 3)

Möglichkeit 1: 3 – 4 – 2 – 1 (oder auch 3 – 4 – 3)
Möglichkeit 1: 3 - 4 - 2 - 1 (oder auch 3 - 4 - 3) © SPORT1-Montage: Marc Tirl/Getty Images/iStock

Die wahrscheinlichste Option: Trainer Lucien Favre behält das aktuelle System bei.

In der Dreierkette könnte Emre Can den Wackelkandidaten Manuel Akanji verdrängen und an der Seite von Mats Hummels und Dan-Axel Zagadou auflaufen.  

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Can könnte jedoch auch im Mittelfeld eingesetzt werden und dort etwa neben Axel Witsel für defensive Stabilität sorgen.

Doch wer bekäme in diesem System den Platz von Reus? Auf der Position des Rechtsaußen hätte Favre die Wahl zwischen dem erfahreneren Thorgan Hazard und Shooting-Star Giovanni Reyna.

Dass auch der 17-Jährige ein Kandidat für die Startelf ist, unterstrich der Schweizer Trainer auf der Pressekonferenz vor dem Topspiel am Samstagabend in Leverkusen. "Warum nicht, das ist möglich", sagte Favre. "Man sieht jeden Tag im Training, was er kann. Er ist sehr clever. Er kann fast in allen Systemen jede Position spielen." 

Mögliche Aufstellung: Hummels, Akanji, Pisczek/Zagadou – Schulz, Witsel, Brandt (Can?), Hakimi – Sancho, Hazard/Reyna, Haaland

Möglichkeit 2: 4 - 2 - 3 - 1

Möglichkeit 2: 4 – 3 – 2 - 1
Möglichkeit 2: 4 - 3 - 2 - 1 © SPORT1-Montage: Marc Tirl/Getty Images/iStock

Auch wenn Favre in der Rückrunde bislang die Dreierkette favorisierte, so ist jederzeit die Rückkehr zum Vierer-Abwehrriegel denkbar, zu dem der Schweizer zu Beginn der Saison tendierte.

In diesem Fall wäre Neuzugang Can auf jeden Fall ein Kandidat für den Platz auf der Sechs neben Witsel.

In der Offensive würden sich die gleichen Alternativen ergeben wie im 3 - 4 - 3: Neben Jadon Sancho und Erling Haaland könnten sowohl Hazard als auch Reyna auf der rechten Angriffsseite agieren. Julian Brandt würde dahinter als offensiver Mittelfeldspieler im Zentrum auflaufen. 

Mögliche Aufstellung: Schulz, Akanji, Hummels, Hakimi – Can, Witsel, Brandt – Sancho, Hazard - Haaland

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Möglichkeit 3: 4 - 3 - 3

© SPORT1-Montage: Marc Tirl/Getty Images/iStock

Nach dem Ausfall von Reus dürfte für Mario Götzes Chancen auf einen Stammplatz gelten: wenn nicht jetzt, wann dann?

Allerdings dürfte eine Option mit Götze in der Startelf eine untergeordnete Rolle in den Überlegungen Favres spielen. 

Die einzig denkbare Möglichkeit wäre, den Offensivspieler als Zehner hinter dem Angriffstrio aufzubieten. In dieser Saison saß Götze nahezu immer auf der Bank (nur zwei Einsätze von Beginn an) und kam allenfalls als Joker ins Spiel. Der aktuelle Aufwärtstrend des BVB (von der überraschenden Pokal-Pleite in Bremen abgesehen) basiert unter anderem auf der Stärke Julian Brandts, der als Zehner aufblüht.

Götzes Lieblingsposition ist daher vom früheren Leverkusener besetzt - unwahrscheinlich, dass Favre so entscheidend von seinem System abweicht, um Brandt wieder nach außen zu ziehen.

Und im Sturmzentrum führt ohnehin kein Weg an Haaland vorbei.

Mögliche Aufstellung: Schulz, Akanji, Hummels, Hakimi – Can, Witsel, Götze – Sancho, Haaland, Brandt 

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