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Erling Haaland traf gegen Union Berlin doppelt
Erling Haaland traf gegen Union Berlin doppelt © Getty Images
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Dortmund - Erling Haaland bleibt beim BVB in aller Munde. Der Norweger erzielt gegen Union sein siebtes Tor im dritten Spiel.- für ihn offenbar das Normalste der Welt.

Der Haaland-Hype geht weiter - und er selbst lässt sich das so gar nicht anmerken. Weit nach Schlusspfiff schlurfte Erling Haaland mit einer kleinen Lunch-Box in der rechten Hand (Kartoffelpüree und Salat) durch die Katakomben der Arena.

Ob er denn überrascht sei, dass er mit seinen Bundesliga-Treffern sechs und sieben maßgeblich zum Dortmunder 5:0 (2:0)-Erfolg über Aufsteiger Union Berlin beigetragen hat, wurde der Norweger gefragt.

"Um ehrlich zu sein: Überrascht bin ich nicht wirklich", sagte der Angreifer und grinste. "Natürlich habe ich nicht unbedingt damit gerechnet, aber jetzt sind es eben sieben Tore und ich genieße das."

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Dieses Selbstbewusstsein bringt Haaland auch auf den Platz mit. Erstmals durfte der 19-Jährige von Beginn an für seinen neuen Verein auflaufen, dazu auch noch vor der berühmten gelben Wand, von der er schon vor seinem Wechsel so sehr geschwärmt hatte.

Haaland: "Diese Gefühl hatte ich vorher nicht"

Es sei fantastisch, vor diesem Publikum zu treffen, sagte der Doppelpacker. "Dieses Gefühl hatte ich zuvor noch nicht."

Vor 81.365 Zuschauern schoss Erling Haaland in seinem dritten Bundesligaspiel für den BVB zunächst das 2:0 nach 18 Minuten. Damit pulverisierte Ausnahmetalent Haaland einen Rekord von Paco Alcacer, der auch wegen ihm nach Villarreal geflüchtet war. Alcacer benötigte 81 Minuten für sechs Bundesliga-Tore, Haaland gerade mal 77.

Dass mittlerweile auch die Konkurrenz genau auf den Superknipser schaut, ist nicht verwunderlich. "Das ist natürlich eine Verstärkung für Dortmund, wieder einen klassischen Stürmer zu haben", sagte Bayerns Joshua Kimmich bei SPORT1. Nervös wird der Nationalspieler aber (noch) nicht:  "Schaun mer mal. Wir haben es in der eigenen Hand, vor Dortmund zu bleiben."

BVB-Sportchef Michael Zorc, der den Winter-Zugang für 20 Millionen Euro aus Salzburg geholt hatte, schwärmte nach dem Spiel: „Das geht ja gar nicht besser. Erling macht das hervorragend. Seine Aufgabe ist das Tore schießen. Das sieht man an jeder Faser seines Körpers.“

Ein "ganz normaler Samstag" für Haaland

Nach dem Seitenwechsel holte Haaland nach Pass von Jadon Sancho den Elfmeter raus zum 3:0 raus, den letztlich Marco Reus verwandelte (66.). In der 76. Minute markierte Haaland dann den 5:0-Endstand, ehe er kurz darauf unter donnerndem Applaus der Fans (sogar einige Unioner klatschten Beifall!) ausgewechselt wurde.

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In einer Loge auf der Tribüne jubelten auch Papa Alfie, der in allen drei Bundesligaspielen seines Sohnes live dabei war, sowie Mama Gry-Marita und Schwester Gabrielle. "Es ist natürlich ein schönes Gefühl, wenn die Familie da ist", sagte Haaland. „Ich hoffe, dass sie das Spiel genossen haben."

Zum Feiern war Erling Haaland trotz seines erneuten Rekord-Auftritts nicht zumute: "Für mich ist das ein ganz normaler Samstag, an dem ich früh ins Bett gehen werde."

Kapitän Marco Reus schwärmte ebenfalls von 1,94-Meter-Kollege Haaland: "Erling bringt diese Gier, unbedingt Tore zu erzielen. Er arbeitet vor und nach jedem Training total hart, das zeichnet ihn aus. Dadurch kommen dann solche Spiele zustande. Wir wollen ihn jetzt nicht bremsen! Er soll diese Unbekümmertheit beibehalten und einfach so weitermachen."

Und dann schickte Nationalspieler Reus eine Warnung an die Konkurrenz raus: "Ich glaube, dass Erling noch nicht bei 100 Prozent ist…"

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