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München - Jürgen Klinsmann nennt Gründe für seinen überraschenden Rücktritt bei Hertha BSC, bewertet aber seine Arbeit durchaus als Erfolg.

Nach seinem überraschenden Rücktritt als Trainer von Hertha BSC hat sich Jürgen Klinsmann nun zu den Hintergründen der Entscheidung geäußert. 

"Es war keine Spontan-Entscheidung von mir. Ich habe schon länger das Gefühl, dass es in dieser Form nicht funktioniert. Am späten Montagabend habe ich mich noch mit Vertrauten, unter anderem meinem Trainerteam, getroffen. Um noch einmal zu prüfen, ob ich auf dem Holzweg bin", verriet Klinsmann der Bild.

Klinsmann ergänzte zu den Gründen seines Rücktritts: "Es gab einfach verschiedene Denkweisen und vor allem verschiedene Kulturen. Und verschiedene Arten der Herangehensweise."

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Klinsmann bestätigte indirekt auch SPORT1-Informationen, wonach er als Trainer auf mehr Macht pochte. "Nach meinem Verständnis sollte ein Trainer - nach dem englischen Modell - die gesamte sportliche Verantwortung tragen. Also auch über Transfers. Das gibt der Position wesentlich mehr Power", sagte Klinsmann.

Im deutschen Modell mit Sportvorständen und Direktoren finde er sich "nicht wieder", erklärte der 55-Jährige und meinte: "Es geht viel zu viel Energie verloren für Dinge, die außerhalb des Spielfeldes liegen."

Klinsmann: "Himmelfahrtskommando übernommen"

Auf die Frage, warum er nicht zumindest bis zum Saisonende durchgehalten habe, antwortete Klinsmann: "Wir haben in den vergangenen Tagen deutliche Reaktionen und Anzeichen bekommen, dass sich die angesprochene Situation nicht verbessert, sondern eher noch verschlechtert."

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Insgesamt habe er "ein Himmelfahrtskommando übernommen und habe nur in einem Spiel schlechter abgeschnitten als gehofft", so Klinsmann. Er sei sich sicher: "Die Jungs schaffen den Klassenerhalt. Und zwar souverän."

Auch zu seinen Plänen für die Rückkehr in den Hertha-Aufsichtsrat äußerte sich Klinsmann. "Ich feuere niemanden. Es geht um die Zukunft von Hertha BSC und Berlin", meinte er. 

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Klinsmann hatte am Dienstagvormittag via Facebook seinen Rücktritt als Hertha-Coach verkündet. Erst vor 76 Tagen war er als Nachfolger von Ante Covic eingesprungen. 

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