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Leon Goretzka nimmt sich und seine Profikollegen in die politische Pflicht. Den Erfolg der AfD beobachtet der Nationalspieler des FC Bayern mit großer Sorge.

Leon Goretzka beobachtet die Erfolge der rechtspopulistischen Partei AfD mit "Sorge".

"Man fasst sich an den Kopf und fragt sich, wie das passieren kann", sagte der Fußball-Nationalspieler von Bayern München im Interview mit Spox und DAZN: "Ich denke aber, dass viele Leute nicht aus Überzeugung, sondern aus Mangel an Alternativen die AfD wählen."

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Viele Menschen in Deutschland hätten Angst vor der Zukunft oder fühlten sich abgehängt, meinte der 25-Jährige: "Für diese Leute ist oft die Lösung, das Problem in anderen Bereichen wie beispielsweise der Migration zu sehen." Es sei deshalb die Aufgabe, "diese Leute mit Wissen aufzuklären. Wenn man mit viel Verständnis auf sie zugeht und ihre wahren Probleme erkennt und behandelt, wird sich das Problem des Rechtspopulismus auch wieder lösen".

Goretzka nimmt Profikollegen in die politische Pflicht

Goretzka sieht sich, seine Profikollegen und den Fußball im Allgemeinen in der Verantwortung. "Fritz Walter hat mal gesagt, dass alle Nationalspieler Außenminister in kurzen Hosen sind. Den Spruch finde ich sehr gut. Wir Spieler sollten die große Aufmerksamkeit, die wir bekommen, nutzen, um für solche Themen zu sensibilisieren", sagte er.

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Der Mittelfeldspieler hat sich zuletzt häufiger in diese Richtung geäußert. Das sei wichtig, damit sich die deutsche Geschichte nicht wiederholt, betonte er: "Der Besuch eines Konzentrationslagers sollte für jeden eine Pflichtveranstaltung sein."

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Goretzka selbst war kürzlich an einem freien Tag erneut in Dachau vor den Toren Münchens. Als er die Gedenkstätte "mit zwölf oder 13 Jahren" mit seinem Vater und der Familie eines Freundes erstmals besuchte, habe er "angefangen zu weinen, weil mich alles überkommen hat", sagte er.

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