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München - In seiner Kolumne spricht SPORT1-Experte Marcel Reif über den Höhenflug von Borussia Mönchengladbach. Die Situation bei Werder Bremen beurteilt er kritisch.

Hallo Fußball-Freunde,

was Borussia Mönchengladbach angeht, muss ich mich korrigieren. Seit Wochen sage ich: Gladbach wird von den oberen Vier ganz sicher nicht Meister.

Doch jetzt ist es schon wieder ein Spiel weniger und sie sind immer noch da. Sie sind die Einzigen, die nichts zu verlieren haben. Das nervt die anderen.

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Der 4:1-Sieg am Samstag bei Fortuna Düsseldorf hat gezeigt: Wenn es mal nicht läuft, hat man in Gladbach Pläne und Mittel. Was Gladbach macht, hat nichts Fiebriges.

Was die Zukunft von Florian Kohfeldt bei Werder Bremen angeht: Es geht nicht um Moral oder Ethik oder Haltungsnoten, sondern um die Entscheidung der Verantwortlichen. Ich mag es nicht entscheiden. Sie müssen wissen, was sie tun. Auf diesem Weg sind sie aber im freien Fall in die Zweite Liga.

Werder-Kader mit vielen Schwächen

In den vergangenen Jahren haben es die Bremer gut hinbekommen. Aber man darf eines nicht vergessen: Sie haben gemeinsam diesen Kader hingestellt. Man kann also nicht nur dem Trainer die Schuld geben. Auch andere haben da entschieden.

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Werder hat einen Kader, der offensichtlich viele Schwächen hat. Das Kurztrainingslager hätte ich vor Leipzig nicht gemacht. Das klingt ein bisschen nach Aktionismus. Jetzt fällt dieses Mittel weg.

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Was die Besetzung der sportlichen Leitung angeht, hat Bremen in der Vergangenheit meist eine interne Lösung gewählt. Möglicherweise führt das dazu, dass man sich zu gut versteht. Genau wie bei Schaaf und Allofs. Man versteht sich so gut, dass man nicht mehr diskutieren kann. Man darf sich fragen: Muss es immer die interne Lösung sein oder benötigt man in Bremen nicht doch einmal frischen Wind?

Sportdirektor Frank Baumann hat die Frage aufgeworfen, ob man zu viel gewollt habe. Wollte man Europa? Das fand ich doch sehr ehrenvoll, dass er die Sache auch auf die eigene Schulter nimmt. Man hat einen Kader zusammengestellt mit einer gewissen Richtung. Und jetzt muss man sich umorientieren.

Bis demnächst,
Euer Marcel Reif

Marcel Reif ist nach rund 1.500 kommentierten Spielen eine Reporter-Legende. Für seine Arbeit erhielt Reif unter anderem den "Grimme Preis", den "Deutschen Fernsehpreis" und den "Bayerischen Fernsehpreis". Seit Sommer 2016 begleitet Marcel Reif als Experte den CHECK24 Doppelpass auf SPORT1.

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