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Berlin - Füchse-Vorstand Stefan Kretzschmar übt scharfe Kritik an der Kampagne von Hertha BSC sowie den Abgang von Jürgen Klinsmann. So etwas mache man nicht.

Ob die Vision vom "Big City Club" oder der Abschied von Jürgen Klinsmann: Stefan Kretzschmar, Sportvorstand der Hauptstadt-Handballer der Füchse Berlin, hat die jüngsten Vorgänge bei den Fußballern von Hertha BSC kritisiert.

"Mir fehlt da der nötige Einblick und das Hintergrundwissen, aber für mich wäre solch ein Abgang völlig ausgeschlossen", sagte Kretzschmar dem SID zum Abschied Klinsmanns via Facebook: "Sich während einer Saison auf diese Art und Weise zu verdrücken, halte ich nicht für gut. So etwas macht man nicht und erweckt den Eindruck einer beleidigten Leberwurst. Michael Preetz tut mir da fast ein bisschen leid."

Kretzschmar, der seit Jahresbeginn in verantwortlicher Funktion bei den Füchsen arbeitet und mit den Berlinern nach fünf Siegen hintereinander momentan auf dem dritten Rang steht, kann die Big-City-Kampagne der Hertha nicht nachvollziehen.

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Kretzschmar über Hertha: "Das ist sehr mutig"

"Dass ausgerechnet Hertha diesen Slogan ausruft, obwohl andere Vereine in Berlin wie die Basketballer, die Volleyballer und die Eishockey-Cracks deutlich erfolgreicher sind, ist schon sehr mutig", sagte der frühere Handball-Nationalspieler: "Natürlich gehört es zum Teil des Selbstverständnisses von Klubs in der Hauptstadt, erfolgreich sein zu wollen, doch das sollte nie aufgesetzt sein, sondern mit Qualität unterfüttert. Das mit Jürgen Klinsmann wirkte aufgesetzt, theatralisch und ein bisschen zu viel nach Hollywood."

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Ambitionierte Ziele stünden auch der Hertha gut, sie sollten aber realistisch sein. "Träumereien können dir da ganz schnell auf die Füße fallen. Da gilt man schnell als Mannschaft mit großer Fresse", sagte Kretzschmar, der am Montag 47 Jahre alt wurde: "Auch wir bei den Füchsen haben nicht nur Freunde und polarisieren, wir versuchen aber immer realistisch zu bleiben."

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