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Köln - Die Bundesliga soll mit Geisterspielen fortgesetzt werden. Der Chef des Deutschen Journalisten-Verbandes fordert dennoch vollen Zugang für Medienvertreter.

Die Bundesliga-Saison soll im Mai aufgrund der Coronakrise ohne Zuschauer fortgesetzt werden. Sogenannte Geisterspiele bezeichnete DFL-Boss Christian Seifert zuletzt immer wieder als "alternativlos" und "überlebensnotwendig" für viele Vereine.

Vor dem Hintergrund stellt sich allerdings die Frage, wer bei Geisterspielen zugelassen sein wird.

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Aus DFL-Kreisen ist zu hören, dass der Personalaufwand bei Spielen vor leeren Rängen drastisch reduziert werden soll, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Auch Pressevertreter könnten davon betroffen sein.

VDS und DJV fordern Zugang für Medien

Zuletzt forderte schon der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) um Präsident Erich Laaser, dass akkreditierten Medienvertretern der Zugang ermöglicht werden muss. Jetzt legt der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) nach.

Im Gespräch mit SPORT1 bezieht der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall Stellung.

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SPORT1: Herr Überall, mit Blick auf Geisterspiele während der Coronakrise wird erneut darüber nachgedacht, die Anzahl an Berichterstattern auf ein Minimum zu reduzieren. Stehen Sie diesbezüglich mit der DFL, dem DFB und den Vereinen in Kontakt?

Frank Überall: Weder DFL noch DFB oder die Vereine haben bisher Kontakt zu uns aufgenommen. Von uns würde es kein Okay zu einer drastischen Reduzierung der Sportberichterstatter geben.

DJV-Chef Überall: "Wäre ein krasser Verstoß"

SPORT1: Werden Sie sich dafür einsetzen, die Berichterstattung über Geisterspiele in vollem Umfang zu ermöglichen?

Überall: Unbedingt. Die Mediennutzer haben ein Anrecht auf umfangreiche Berichterstattung, wenn die Spiele wieder anlaufen. Da reicht es nicht aus, dass eine Handvoll Journalisten berichtet.

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SPORT1: Wie sehen Sie es, dass nur ausgewählte Journalisten Zugang zu einem Geisterspiel haben könnten?

Überall: Das wäre ein krasser Verstoß gegen die Freiheit der Berichterstattung und durch nichts zu rechtfertigen. Also klare Forderung von mir: Wenn der Ball wieder rollt, egal ob mit oder ohne Publikum, müssen Journalistinnen und Journalisten die Möglichkeit zur Berichterstattung bekommen - ohne Wenn und Aber!

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