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München - Zwei Tage nach seiner Vertragsverlängerung bei den Bayern nimmt Thomas Müller Stellung zu seiner Entscheidung, spricht aber auch von einer Phase des Zweifels.

Sein neuer Vertrag beim FC Bayern, die Vertragsverlängerung mit Trainer Hansi Flick und die besondere Situation aufgrund der Corona-Pandemie: Gesprächsthemen gibt es für Thomas Müller derzeit genug.

Am Donnerstagmittag nahm sich der Ur-Bayer, der seit 2000 im Verein ist, die Zeit für eine Videokonferenz mit verschiedenen Medien, darunter auch SPORT1.

Dabei räumte Müller unter anderem ein, dass er noch im vergangenen Herbst nicht an eine Vertragsverlängerung gedacht habe. Damals saß er unter Trainer Niko Kovac mehrere Spiele nur auf der Bank, seinen Stammplatz hatte er verloren. 

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"Die Gefühlslage war angespannt. Da hatte ich nicht im Sinn, den Vertrag im Frühjahr zu verlängern", erinnerte sich Müller im Mediengespräch zurück. "Das war schon eine schwierige Situation für mich, wo man sich schon überlegt, wie die Vertragssituation aussieht, und was man in den nächsten Jahren noch erreichen will", gestand er.

Müller: Unter Flick mehr Spielzeit bekommen

Seit Hansi Flick Cheftrainer geworden sei, habe sich das aber geändert. "Vor allem unsere Spielanlage hat sich positiv entwickelt. Ich habe nicht nur mehr Spielzeit bekommen, sondern konnte den Spielen auch wieder meinen Stempel aufdrücken", erklärte der 30-Jährige.

Ein Aspekt sei auch gewesen, dass Flick kürzlich selbst seinen Vertrag verlängert habe, ebenfalls bis 2023. Seitdem habe nicht nur er, sondern auch andere Leistungsträger wie Manuel Neuer und David Alaba, deren Verträge 2021 auslaufen, "das Gefühl, wir sollten bei dem Projekt dabei bleiben".

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Müller und die Bayern hatten sich am Dienstag auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2023 geeinigt.

"Noch keine Strategie" für Geisterspiele

Seine starke Form aus der Zeit vor der Saisonunterbrechung aufgrund der Coronakrise will der Weltmeister von 2014 nun in den geplanten anstehenden Geisterspielen fortführen.

Allerdings gibt er zu, sich noch nicht 100-prozentig auf die neue Situation eingestellt zu haben. "Ich habe mir da noch keine Strategie zurechtgelegt", sagte Müller.

Er könne sich aber vorstellen, dass sich ein Geisterspiel mit dem letzten Spiel beim Abschlusstraining vor einem Champions-League-Spiel vergleichen ließe: "Da absolvieren wir ja die Trainingseinheiten auch fast vor leeren Rängen. So könnte es vielleicht auf einen wirken."

Dass die ungewohnte Umgebung einen negativen Einfluss auf seine Motivation nehmen könnte, befürchtet Müller nicht, denn: "Dieses Abschlussspiel im Training will man ja auch gewinnen."

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