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Frankfurt am Main - Borussia Mönchengladbach zieht an RB Leipzig vorbei und bleibt an Bayern und Dortmund dran. Trainer Marco Rose richtet eine Kampfansage an die Konkurrenz.

An seinem Ritual wollte Marcus Thuram trotz der besonderen Umstände festhalten.

Nach dem 3:1 (2:0)-Erfolg von Borussia Mönchengladbach bei Eintracht Frankfurt schnappte sich der Franzose eine Eckfahne und zog mit Mundschutz triumphierend über den Rasen der leeren Commerzbank-Arena. (Spielplan und Ergebnisse)

"Ich bin sehr glücklich, aber sehr müde", gestand Thuram hinterher. "Es war ein sehr anstrengendes Spiel. Ich weiß nicht, ob es in den letzten 15 Minuten nach irgendwas aussah, jeder ist einfach nur herumgelaufen. Aber wir sind glücklich, dass wir zurück sind und dass die Leute zuhause uns spielen sehen können. Und wir sind glücklich, dass der Fußball zurück ist."

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Pléa erzielt zweitschnellstes Gladbach-Tor

Dank eines Blitz-Doppelschlags durch Alassane Pléa (1.) und eben Thuram (7.) setzten die Fohlen ihren Lauf nach 66 Tagen Corona-Pause quasi nahtlos fort. Pléas Treffer nach 36 Sekunden war laut Opta zudem das zweitschnellste Gladbacher Bundesligator seit Beginn der detaillierten Datenerfassung. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

"Wir wollten eigentlich noch schneller sein", scherzte Coach Marco Rose, der nun mit 52 Punkten in seinen ersten 26 Bundesligaspielen die beste Startbilanz eines Gladbacher Trainers aufweist.

Der Jubel fiel in diesen außergewöhnlichen Zeiten dennoch verhalten aus. "Wir haben versucht, es so normal wie möglich zu nehmen. Wir haben alle keinen Spaß daran, aber wir wissen, dass es wichtig ist für uns. Und die Jungs hatten heute Bock auf Fußball, auch wenn er ohne Fans gespielt wird. Ich wollte, dass wir das nach außen tragen", erklärte Rose.

Gladbach klettert auf Platz drei

Ramy Bensabaini sicherte diesen Erfolg mit einem glücklich verwandelten Foulelfmeter (73.). Der Frankfurter Ehrentreffer durch André Silva fiel nicht weiter ins Gewicht (81.). Jonas Hofmann vergab danach noch fahrlässig einen vierten Gladbacher Treffer (85.).

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Damit haben die Gladbacher nur eines ihrer vergangenen acht Ligaspiele verloren. Während die Frankfurter Eintracht nach der vierten Niederlage in Folge in der Tabelle eher den Blick nach unten richten muss, kletterte Roses Team auf Platz drei und verkürzte den Rückstand auf den erst Sonntag spielenden Spitzenreiter FC Bayern vorübergehend auf drei Punkte. (Die Tabelle der Bundesliga)

Rose: "Chance uns richtig festzubeißen"

Grund genug für eine Kampfansage. "Wir sind mit drei Punkten in eine Phase gestartet, die nicht so einfach ist. Das sollte uns natürlich Rückenwind geben. Wir sind oben dabei und wollen dranbleiben. Gegen Leverkusen haben wir die Chance uns richtig festzubeißen", betonte Rose bei Sky.

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Die 52 Punkte nach 26 Spieltagen sind für die Gladbacher im Zeitalter der Drei-Punkte-Regel ein Rekord. Mit nun schon sieben Auswärtssiegen hat die Borussia jetzt bereits so viele auf dem Konto wie nach der gesamten Vorsaison.

Keimen da etwa doch noch leise Titelträume am Niederrhein auf?

"Wir waren immer heiß", meinte Torhüter Yann Sommer auf die Frage nach den Aussichten für die Restsaison. "Jetzt machen wir weiter, es sind noch acht Spiele zu gehen. Ich bin gespannt und freue mich auf die kommenden Aufgaben."

Die können die Gladbacher nach dem gelungenen Re-Start mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen angehen.

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