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München - Borussia Dortmund startet stark in die Restsaison, Jadon Sancho spielt dabei aber nur eine Nebenrolle. Für Lucien Favre steht eine wegweisende Entscheidung an.

Wohl dem, der so einen Joker auf der Bank hat.

Nach seiner Einwechslung in der 65. Minute sorgte Jadon Sancho beim 2:0 von Borussia Dortmund in Wolfsburg für die Vorlage zum zweiten Tor durch Achraf Hakimi - die Entscheidung in einem engen Duell, in dem die Gastgeber sich zuvor eigentlich mehr und mehr die Oberhand erarbeitet hatten.

Es war Sanchos 16. Torvorlage in dieser Bundesligasaison, seit Beginn der Datenerhebung 2003/04 erreichte kein Dortmunder diese Marke. Mit 30 Torbeteiligungen eroberte der junge Engländer zwischenzeitlich auch die Spitze der Scorerliste - und bringt Trainer Lucien Favre damit in einen echten Zwiespalt.

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Eigentlich führt am 20-Jährigen beim Topspiel gegen den FC Bayern am Dienstag (Bundesliga: BVB - FC Bayern am Di. ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) kein Weg in der Startelf vorbei, vor der Corona-Unterbrechung stand er nur in drei Spielen nicht in der Anfangsformation.

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Favre dürfte Erfolgself umbauen

Allerdings hat Favre nach zwei guten Leistungen und insgesamt 6:0 Toren nach dem Restart keinen Grund, seine Aufstellung durchzumischen.

Sancho selbst stieg aufgrund einer Muskelblessur erst verspätet ins Training ein und kam wegen fehlender Fitness nach dem Restart erst 36 Minuten zum Einsatz. War die Reservistenrolle im Derby gegen Schalke (4:0) noch vorherzusehen, überraschte der erneute Bankplatz in Wolfsburg schon eher.

Favre will Sancho langsam wieder an seine Bestform heranführen, braucht für einen Sieg im Topspiel aber eigentlich die bestmögliche Aufstellung - und hat dafür nur noch drei Tage Zeit.

Im Hinterkopf dürfte dem Coach auch die Erinnerung ans Hinspiel sein. Im November war der BVB in München chancenlos mit 0:4 untergegangen, Favre nahm seinen völlig indisponierten Superstar schon nach 36 Minuten vom Platz.

Erinnerungen an Hinspiel gegen Bayern

"Er war nicht verletzt, sondern einfach nicht gut genug. Deswegen habe ich ihn ausgewechselt", fand der Schweizer hinterher klare Worte.

Drei Tage zuvor hatte sich Sancho beim 3:2-Sieg in der Champions League gegen Inter Mailand am Oberschenkel verletzt, die mangelhafte körperliche Verfassung war ihm deutlich anzusehen. "Er war verletzt und hat zwei Tage nicht trainiert. Das hat man gesehen", erklärte Favre Sanchos Verfassung.

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Auch diesmal steht Favre vor der heiklen Frage, ob er für Sancho Thorgan Hazard opfert und dem Superstar einen Platz im Team garantiert.

Besonderer Stellenwert für Sancho?

Ein Vertrauensbeweis könnte sich auch auf die Wechselspekulationen auswirken und dem Engländer zeigen, dass er einen besonderen Stellenwert im Team hat. Die Gerüchte um einen Wechsel in seine Heimat halten sich, der BVB versuchte dagegen zuletzt, ihn von einer weiteren Saison in Schwarz-Gelb zu überzeugen.

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Einige englische Fans hielten die Tatsache, dass Sancho zuletzt zweimal von der Bank kam, sogar für einen Hinweis, dass der BVB schon eine Zukunft ohne den umworbenen Nationalspieler plane.

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So weit ist es definitiv noch nicht. Dennoch wird es spannend sein, ob Favre gegen die Bayern Risiko geht und Sancho in die Startelf beordert - der schlechten Erfahrung aus dem Hinspiel zum Trotz.

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