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Leon Goretzka wirbt in schweren Zeiten für mehr Solidarität - im Fußball-Geschäft aber auch weit abseits des Platzes. Der Bayern-Star ist jedoch skeptisch.

Nationalspieler Leon Goretzka glaubt nicht an langfristige Auswirkungen der Coronakrise auf das Millionengeschäft Profi-Fußball.

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich viel ändert, auch wenn der Wille an mancher Stelle sicher da ist", sagte der Bayern-Profi der Welt am Sonntag mit Blick auf Spielergehälter, Berater-Honorare und Ablösesummen. "Kurzfristig wird es so sein, weil schlicht und ergreifend das Geld nicht da ist. Bei vielen Vereinen geht es um Existenzen", sagte Goretzka. 

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In Zeiten von Corona erfahre man allerdings gerade eine große Solidarität. "Mein großer Wunsch ist, dass wir das für die Zeit danach mitnehmen", sagte der 25-Jährige: "Ein, zwei Generationen vor uns war es normal, dem Nachbarn auszuhelfen, ihm etwas zu bringen. Können wir das nicht auch nach Corona weiter beibehalten?" 

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Spenden an über 300 Vereine

Goretzka engagiert sich gemeinsam mit seinem Vereinskollegen Joshua Kimmich mit der Spendenaktion #WeKickCorona. "Mittlerweile sind es über 3600 Privatspender und über 60 Großspender aus Sport und Kultur. Wir haben über 300 Vereine oder Organisationen mit Spenden bedacht, und es wird immer mehr", sagte Goretzka. 

Die Arbeit an dem Projekt sei aber auch eine gewisse Belastung: "Du beschäftigst dich durchgehend mit Themen, die nicht erfreulich sind, mit Sorgen und Leid", sagte Goretzka. "Umso schöner ist es, die Ergebnisse zu sehen und in der Lage zu sein, helfen zu können. Das ist ein absolutes Privileg."

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