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Markus Höhner beleuchtet die Situation von Markus Gisdol beim 1. FC Köln
Markus Höhner beleuchtet die Situation von Markus Gisdol beim 1. FC Köln © SPORT1-Grafik: Imago/SPORT1
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Der 1. FC Köln will mit Trainer Markus Gisdol vorzeitig verlängern. Die letzten Wochen aber geben Anlass zur Sorge. Die SPORT1-Kolumne von Markus Höhner.

Die Art und Weise, wie Markus Gisdol den 1. FC Köln aus nahezu aussichtsloser Situation aus dem Keller katapultiert hat, bleibt beeindruckend und verdient höchste Anerkennung.

Mit der durch den Klassenerhalt automatisch erfolgten Vertragsverlängerung bis 2021 erfährt der Trainer auch seinen angebrachten Lohn.

Doch warum nur den einen Teil der Geschichte bewerten?

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Der Gisdol-Mechanismus wiederholt sich

Die Art und Weise, wie sich die Mannschaft in den Wochen nach der Corona-Pause bis zum finalen und peinlichen 1:6-Desaster in Bremen präsentierte, ist auch Teil der Wahrheit und mehr als besorgniserregend.

Der FC präsentiert sich seit Wochen sieg- und fast ausnahmslos ausstrahlungslos, auch das ist Gisdols Handschrift. Erst löschen, dann abstürzen als sich wiederholender Gisdol-Mechanismus, bekannt von seinen Stationen in Hoffenheim und Hamburg?

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Hat Heldt eine eigene Vision?

Gisdol selbst kennt ja seine Entwicklungen und hat es verpasst, gemeinsam mit seiner Mannschaft ein entgegengesetztes Zeichen zu setzen. Im Gegenteil, der wochenlange und massive Abwärtstrend ist als Kontrollverlust schon sehr klar interpretierbar.

Es wäre daher fahrlässig, vorzeitig langfristig mit Gisdol zu verlängern. Vielmehr stellt sich die Frage, ob Horst Heldt nicht sogar eine weitreichendere, eigene Vision mit einem selbst installierten, neuen Trainer hat.

Manchmal braucht es perspektivische Professionalität, auch wenn sie vielleicht auf den ersten Blick unpopulär ist.

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