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München - Sebastian Hoeneß wird neuer Cheftrainer bei der TSG Hoffenheim. Hasan Salihamidzic und Jochen Sauer sind nun auf der Suche nach einem Nachfolger.

Was SPORT1 bereits vor Tagen angedeutet hat, ist jetzt fix: Der bisherige Trainer des FC Bayern II, Sebastian Hoeneß wird neuer Cheftrainer bei der TSG Hoffenheim.

Beim Bundesligisten und Europa-League-Teilnehmer hat der 38 Jahre alte Fußballlehrer einen Vertrag bis 2023 unterschrieben.

Hoeneß' Karrieresprung sorgt beim FC Bayern zwar für Stolz, aber auch für viel Arbeit, denn am 10. August startet der frisch gekürte Drittligameister mit der Vorbereitung auf die kommende Spielzeit.

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Diesen Montag treffen sich Nachwuchsleiter Jochen Sauer und Sportvorstand Hasan Salihamidzic an der Säbener Straße, um über mögliche Hoeneß-Nachfolger zu sprechen.

Wer könnte es werden und wer nicht? SPORT1 gibt einen Überblick.

Miroslav Klose

Der 42 Jahre alte Weltmeister von 2014 ist Teilnehmer des aktuellen Fußballlehrer-Lehrgangs.

Zwar wäre er mit Beginn des Lehrgangs bereits dazu berechtigt, auf dem so genannten UEFA Pro Level zu arbeiten und daher auch Bayern II zu trainieren*, Klose ist aber bereits in den Trainerstab von Hansi Flick gerückt und wird die Neuzugänge um Leroy Sané und Co. erstmals eigenverantwortlich in München trainieren, sollte sich die Flick-Elf für das Königsklassen-Turnier in Lissabon qualifizieren.

Auch Danny Schwarz, der wie Klose nimmt am 67. Fußballlehrer-Lehrgang teilnimmt und parallel die U17 trainiert, soll kein Kandidat sein.

Holger Seitz

Der 45-Jährige führte Bayern II im Mai 2019 als Trainer in die Dritte Liga. Aktuell fungiert er am Campus als stellvertretender Sportlicher Leiter. Ihn zum Interimstrainer zu ernennen wäre die nahe liegende Option.

Ob es für Seitz überhaupt vorstellbar ist, auf die Trainerbank zurückzukehren, ist allerdings unklar. Zudem bräuchten die Bayern auch für ihn Ersatz, denn Hermann Gerland, dessen Stellvertreter Seitz ist, ist überwiegend als Flicks Co-Trainer an der Säbener Straße im Einsatz.

Tobias Schweinsteiger

Der Bruder von Bayern-Legende Bastian war zuletzt Co-Trainer von Dieter Hecking beim Hamburger SV, ist nun wieder auf dem Markt. Zwar ist es sein Ziel, eines Tages Trainer der Bayern-Reserve zu werden - dies artikulierte er auch zuletzt.

Seine kurzfristige Rückkehr ist allerdings unwahrscheinlich. Zwischen ihm und den Bayern gibt es derzeit auch keinen Kontakt. Auch er nimmt, wie Klose und Schwarz, am aktuellen Fußballlehrer-Lehrgang teil.

Mehmet Scholl

Die Bayern-Legende war bereits Trainer der FCB-Amateure (2009-2010/2012-2013) und ließ zuletzt via Bild verlauten, dass er eine Rückkehr auf die Trainer-Bank plant. Vereinsintern glaubt jedoch kaum jemand an seine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte.

Mark van Bommel

Der ehemalige Bayern-Kapitän wäre wohl die Königslösung und tatsächlich halten sich rund um den Bayern-Campus Gerüchte um seine Anstellung als Hoeneß-Thronfolger.

Der 43-Jährige ist derzeit vereinslos und trainierte bis Dezember 2019 den niederländischen Topklub PSV Eindhoven. Schon in der Vergangenheit tauchte sein Name immer wieder auf, wenn der Trainerstuhl beim FC Bayern vakant war - allerdings bei den Profis.

Van Bommel würde jedenfalls perfekt in das Profil von Salihamidzic passen, der im Vorjahr mit Martín Demichelis bereits einen weiteren Ex-Münchner mit dem Mia-san-Mia-Gen an den Campus gelockt hat.

Markus Babbel

Der Europameister von 1996 verbrachte fast 20 Jahre beim FC Bayern und durchlief nahezu alle Jugendmannschaften. Im Januar wurde der 47-Jährige bei den Sydney Wanderers entlassen und ist seither ohne Job. Zuvor hatte er unter anderem als Cheftrainer beim VfB Stuttgart, Hertha BSC oder dem FC Luzern in der Schweiz gearbeitet. 

Babbels Berater Wim Vogel zu SPORT1: "Aufgrund von Markus' Vergangenheit bei den Profis wäre Bayern II natürlich interessant. Aber da müsste der Ball erstmal zu uns gespielt werden. Wir würden uns das dann auf jeden Fall anhören. Ausschließen würde Markus das mit Sicherheit nicht."

*in der ersten Version des Textes hatten wir fälschlicherweise geschrieben, ein Trainer müsse erst den Lehrgang zum Fußballlehrer bestehen, um eine Profi-Mannschaft zu trainieren. Wir bitten, dies zu entschuldigen. 

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