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München - Leroy Sané wird den FC Bayern in der Offensive deutlich flexibler werden lassen. Das Trainerteam hat konkrete Pläne mit ihm. Welche Folgen hat das für Kingsley Coman und Serge Gnabry?

Auf was sich die Fans des FC Bayern bald freuen können, hat Leroy Sané in den vergangenen Trainingstagen schon öfter aufblitzen lassen.

Mal war es ein technisches Kabinettstückchen, mal seine unfassbare Geschwindigkeit. Der Top-Neuzugang der Münchner erweckt dieser Tage jedenfalls den Eindruck, nach seinem Kreuzbandriss wieder topfit zu sein, wie es sein Berater Damir Smoljan im Gespräch mit SPORT1 bereits vor Wochen versprochen hatte.

Auch Hansi Flick entgeht nicht, dass die ersten Bayern-Tage von Sané durchweg positiv verlaufen sind. "Wie alle Neuen hat er sich gut eingefügt. Ich bin sehr zufrieden", sagte der Cheftrainer auf einer Pressekonferenz am Sonntag.

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Auch die Bayern-Verantwortlichen sind voll des Lobes. "Mit seiner Schnelligkeit, dem Dribbelvermögen und seinem Zug zum Tor passt er perfekt zum FC Bayern. Er ist der Spieler, den wir haben wollten”, sagte Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge. Für Sportdirektor Hasan Salihamidzic ist Sané ein "außergewöhnlicher Außenspieler".

Daran will Sané beim FC Bayern arbeiten

Richtig angreifen wird der 24-Jährige allerdings erst in der kommenden Saison. Im Testspiel gegen Olympique Marseille (31. Juli, 16 Uhr) wird er nicht mit dabei sein.

Im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen den FC Chelsea und beim möglichen Königsklassen-Turnier in Lissabon darf er gemäß der Statuten noch nicht mitwirken. Sanés erster Profi-Auftritt im Bayern-Dress könnte in der ersten Pokalrunde des DFB-Pokals folgen. Am 12. September treffen die Bayern auf den Pokalsieger des Fußballverbandes Mittelrhein.

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Gut möglich, dass ihn Flick dann direkt auf seiner Wunschposition auflaufen lässt, denn nach SPORT1-Informationen ist Linksfuß Sané fest für die linke Außenbahn eingeplant. Also anders als etwa Ex-Bayer Arjen Robben, der mit seinem linken Fuß über die rechte Seite immer wieder nach innen gezogen ist.

Seinen rechten Fuß will Sané in München trotzdem auf ein neues Level bringen. "Ich spiele relativ viel mit meinem linken Fuß. Meinen rechten kann ich noch verbessern, das habe ich auch vor", verspricht der 21-malige deutsche Nationalspieler.

Duell zwischen Coman und Gnabry

Kingsley Coman und Serge Gnabry duellieren sich fortan um den Platz auf der rechten Außenbahn.

Dass beide Flügelflitzer variabel einsetzbar sind, haben sie im bisherigen Saisonverlauf unter Beweis gestellt.

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In bislang 35 Pflichtspielen absolvierte Coman 19 Partien als Rechtsaußen (4 Tore/2 Assists). In 16 Einsätzen als Linksaußen erzielte er drei Treffer und lieferte fünf Vorlagen.

Gnabry absolvierte in der laufenden Saison 42 Pflichtspiele und zeigte teilweise Weltklasse-Vorstellungen. In 24 Einsätzen auf der rechten Seite traf er neun Mal und bereitete neun Tore vor. Seine Bilanz als Linksaußen ist ebenfalls herausragend: 16 Spiele, zehn Tore, vier Assists. Je einmal kam er zudem als Mittelstürmer und hängende Spitze zum Einsatz.

Was wird aus Perisic?

Gnabry oder Coman, wer muss für Sané weichen?

"Von den Talenten her sind sie ähnlich", sagte Rummenigge zum Vergleich zwischen ihnen und Sané.

Da Gnabry im Vergleich zu Coman deutlich effektiver ist, dürfte der 25-Jährige mit einem leichten Vorsprung ins Rennen gehen.

Die Zukunft von Leihgabe Ivan Perisic ist indes weiter unklar. Ein fester Kauf des Kroaten könnte an seinem hohen Gehalt scheitern.

Coman weiß, dass er vor einer herausfordernden Saison steht, hat in der Vergangenheit allerdings immer wieder bewiesen, mit Konkurrenz umgehen zu können.

Das steht für Sané im Mittelpunkt

Ein Verkauf des immer wieder umworbenen Coman ist jedenfalls nicht geplant. Flick plant fest mit seinen drei Flügel-Assen – und mit Sané auf links.

Wird sich das Spiel des FC Bayern mit und durch den Neuzugang von Manchester City verändern?

SPORT1 hat bei Sané nachgefragt! Der antwortete wie folgt: "Ich möchte meine Stärken ausspielen und der Mannschaft damit helfen, leichter zu gewinnen. Ob das Spiel auf mich zugeschnitten ist, steht für mich nicht im Mittelpunkt. Die Mannschaft ist sehr stark. Da sind viele Topspieler drin. Wenn wir gemeinsam gut harmonieren, können wir unsere Ziele erreichen."

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