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Nach Michael Zorc nehmen auch Hans-Joachim Watzke und Reinhard Rauball Stellung zu der Kritik von Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß. Auch Roman Weidenfeller reagiert.

Die nächste Runde im Verbalduell zwischen Uli Hoeneß und dem BVB ist eröffnet.

Nachdem der Ehrenpräsident des FC Bayern München die Dortmunder Transferpolitik im FAZ-Interview als "unklug" bezeichnet hatte, schoss BVB-Sportdirektor Michael Zorc am Montag zurück. "Ich finde die Aussagen ziemlich arrogant, aber einiges ist auch sachlich de facto falsch. Grundsätzlich: Wenn man jedes Jahr 250 Millionen Euro mehr in der Tasche hat, lässt es sich mit vollen Hosen gut stinken", erklärte Zorc auf SPORT1-Nachfrage.

Watzke findet es "sehr schade"

Jetzt legten drei weitere BVB-Größen in der Bild nach. Auch Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke äußerte sich zu den Hoeneß-Aussagen. "Karl-Heinz Rummenigge und ich bemühen uns seit Jahren darum, dass die beiden größten deutschen Klubs ein respektvolles Verhältnis miteinander pflegen. Ich finde es sehr schade, dass in regelmäßigen Abständen versucht wird, dies zu unterwandern", kritisierte er Bayerns Ehrenpräsident.

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BVB-Präsident Reinhard Rauball wunderte sich hingegen über den Zeitpunkt der Aussagen. "Die Aussagen hätte sich Uli Hoeneß besser gespart. Der Zeitpunkt ist auch sehr verwunderlich, schließlich haben die Bayern nächste Woche Champions League und eigentlich Besseres zu tun", erklärte er.

Bayern-Frust wegen Bellingham?

Und auch der ehemalige Dortmunder Kapitän Roman Weidenfeller meldete sich zu Wort. Für ihn gibt es ein klares Motiv für die Hoeneß-Aussagen. "Da scheint der Frust mal wieder tief zu sitzen, dass sich Jude Bellingham gegen die Bayern und für den BVB entschieden hat", erklärte der Ex-Torwart.

"Wenn Dortmund einen hochtalentierten Spieler kauft und er gut spielt, kann man wenige Monate später entweder aus dem Klub selbst oder von außerhalb hören, dass er irgendwann ein Verkaufsobjekt darstellen wird", hatte Hoeneß die Dortmunder Transferpolitik kritisiert.

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Er ergänzte: "Wie soll ein Spieler die DNA eines Vereins hundertprozentig aufsaugen, wenn er das Gefühl hat, ein Verkaufsobjekt zu sein? Bei uns gibt es das überhaupt nicht. Wir holen Spieler für Bayern München. Und niemals, um daraus Geschäfte zu machen."

Laut Hoeneß könne das die Dortmunder in wichtigen Spielen zehn Prozent kosten. "Ein Spieler muss das Gefühl haben: Ich bin Bayern forever", erklärte er die Bayern-Philosophie.

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