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München - SPORT1-Experte Stefan Effenberg ist enttäuscht von Borussia Dortmund, stärkt aber dennoch Trainer Favre. Bei Schalke nimmt er sich nach dem Wagner-Aus die Bosse vor.

Liebe Fußball-Freunde,

in der Vorwoche hat mich das 0:8-Debakel des FC Schalke 04 gegen den FC Bayern ja schon fassungslos gemacht - nun muss bei den Königsblauen nach dem 0:3 gegen Werder Bremen Coach David Wagner gehen. 

Doch wenn es um Konsequenzen in dieser Misere gibt, muss ich sagen: Es liegt nicht nur am Trainer, sondern auch an der Mannschaft und am Kader. In meinen Augen müssen die zur Verantwortung gezogen werden, die für die Kaderzusammenstellung verantwortlich sind.

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Das sind diejenigen, die oben sitzen wie Sportvorstand Jochen Schneider - auch wenn die Entscheidung, Wagner zu entlassen, zum jetzigen Zeitpunkt dennoch die richtige war. 

Effenberg: Nicht nur auf Wagner und Beierlorzer abzielen

Am besten für Schalke wäre nun eine Interimslösung - und da kommt mir tatsächlich auch der Name Peter Neururer in den Sinn: Es muss nun einer kommen, der den Verein in- und auswändig kennt.

Wie gesagt: Es ist nicht immer nur der Trainer, der Schuld hat - das sportliche Umfeld gehört auch dazu. Es darf deshalb auch nicht alles abzielen auf  Wagner - oder wie beim 1. FSV Mainz 05 auf Achim Beierlorzer nach dem 1:4 gegen den VfB Stuttgart und dem Wirbel um Adam Szalai: In Mainz gehört für mich auch Rouven Schröder dazu als sportlich Verantwortlicher.

Und wenn wie auf Schalke dann noch solche Dinge passieren wie die Spuck-Attacke von Ozan Kabak...

Das wird ein Nachspiel haben müssen, so etwas mögen wir Fußballer gar nicht – einen Ellbogen mal abkriegen oder so, okay. Aber Spucken, das geht gar nicht.

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Kabak-Spuckattacke - und BVB enttäuschend

Enttäuscht bin ich auch von Borussia Dortmund nach der überraschenden 0:2-Pleite beim FC Augsburg: Das war ein Rückschlag. Das Problem gegen Augsburg war dieses Klein-Klein, da haben sie sich nicht gut angestellt, das werden sie noch häufiger kriegen. Es kommen in dieser Saison sicher noch andere Teams, die so kompakt gegen Dortmund auftreten.

Da muss beim BVB mehr über Außen kommen, auch wenn sie mit Erling Haaland jemanden haben, der sich im Zentrum ja so schlecht nicht anstellt.

Allerdings war das nun auch erst der zweite Spieltag, jetzt also bitte nicht wieder alle auf Lucien Favre einhauen. Ich sage nach wie vor: Favre ist der richtige Mann.

Euer
Stefan Effenberg

Stefan Effenberg hat 2001 mit dem FC Bayern die Champions League gewonnen. Mit den Bayern und Borussia Mönchengladbach wurde er zudem mehrmals Deutscher Meister und Pokalsieger. Seit Sommer 2018 bildet der 52-Jährige mit Marcel Reif und Mario Basler das feste Experten-Team des CHECK24 Doppelpass.

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