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München - CDU-Politiker Merz nimmt sich die Bayern-Bosse zur Brust, weil sie die Corona-Regeln beim Sieg über Schalke weitgehend ignorieren. Karl-Heinz Rummenigge äußert sich.

Das sind kernige Worte aus der Politik: Friedrich Merz hat die Chefetage des FC Bayern für ihr enges Zusammen-Sitzen während des Bundesliga-Auftaktspiels mit heftiger Kritik bedacht.

"Mein Gedanke, bei dem, was ich da gesehen habe: Dummheit oder Arroganz", erklärte der CDU-Politiker und Kandidat für den Bundesvorsitz seiner Partei in der Bild, wie er den Auftritt der Münchner Klub-Granden während des 8:0-Kantersiegs des Rekordmeisters über den FC Schalke 04 wahrgenommen habe.   

Zuvor hatte bereits die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml wie auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach Unverständnis über das Verhalten der Funktionäre geäußert.

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FC Bayern: Rummenigge und Hainer zeigen Reue

Karl-Heinz Rummenigge hatte am Sonntag bereits sein Bedauern über den Vorfall geäußert. "Wir sind uns alle einig, dass das Bild nicht vorbildlich war", sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender bei Sky - und gelobte: "Wir werden das ändern."

Er empfindet das Handeln der Bayern-Verantwortlichen allerdings weder als dumm noch arrogant. 

"Es gab ein Interpretations-Missverständnis. Wir haben die Mitteilung des Gesundheitsamtes so interpretiert, dass für uns an diesem Spieltag die bayrische Verordnung ihre Gültigkeit hat. Wir haben zu keinem Zeitpunkt irgendwen provozieren wollen, noch haben wir das aus Dummheit gemacht", sagte der 64-Jährige zu Bild.

Laut den Bestimmungen in der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist im öffentlichen Raum grundsätzlich einen Aufenthalt in Gruppen von bis zu zehn Personen erlaubt - gleichwohl ruderte Rummenigge zurück: "Beim nächsten Spiel werden wir den notwendigen Abstand halten, wenn das gewünscht ist", so der Bayern-Lenker.

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Herbert Hainer äußerte sich im kicker ähnlich schuldbewusst: "In Zukunft werden wir uns absolut regelkonform verhalten", sagte der Bayern-Präsident.

Zur Erinnerung: In der Allianz Arena hatten die Vertreter der Bayern und auch der Gäste aus Gelsenkirchen ohne Abstand und Mund-Nasen-Schutz auf der Ehrentribüne eng zusammengesessen und damit am Freitagabend bereits gehörig Wirbel ausgelöst.

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Reagiert auch die DFL noch auf Bayern?

Auch die DFL hatte es intern durchaus kritisch gesehen, dass die Delegationen der Vereine so eng beieinander saßen - zumal das Hygienekonzept des Liga-Verbandes eine solche Ansammlung verbietet.

Sie teilte auf SPORT1-Nachfrage mit: "Die DFL ist hierzu im direkten Gespräch mit dem FC Bayern."

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