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Dortmund - Der BVB vertraut vollends auf die Dienste von Jude Bellingham. Der 17-Jährige erklärt nun, woher er die Reife hat und welche Rolle Jadon Sancho für ihn spielt.

Was ist das Geheimnis des Jude Bellingham?

Mit gerade einmal 17 Jahren gilt der hoch talentierte BVB-Neuzugang bereits als ungewöhnlich reif. Bis auf eine Partie durfte der Youngster in dieser Saison in jedem Pflichtspiel ran, Trainer Lucien Favre vertraut trotz des zarten Alters auf seine Fähigkeiten.

Einen Grund dafür sieht Bellingham in seiner Saison in der Championship. Wie der Mittelfeldspieler im Interview mit dem kicker erklärt, haben ihn die 41 Spiele in Englands zweiter Liga abgehärtet.

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"Physisch ist die Liga extrem hart, sie gilt nicht umsonst als eine der härtesten der Welt. Mir in dieser Liga die körperliche und mentale Robustheit aneignen zu können, die man auf diesem Niveau benötigt, war von einem unschätzbaren Wert für meine weitere Karriere."

Bellingham lernt früh, ein Spiel zu lesen

Bellingham musste zudem stets gegen ältere, größere und physisch stärkere Spieler antreten und Lösungen finden - was seinen Entwicklungsprozess weiter beschleunigte.

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Dadurch habe er gelernt, "schneller Entscheidungen treffen zu können als sie, um mich gegen sie durchzusetzen. Ich wurde einfach sehr früh gefordert, ein Spiel lesen zu lernen. Offensiv wie defensiv. Das hat mir im Rückblick sehr geholfen."

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Rekorde als Indikator für harte Arbeit

Seit seiner Ankunft in Dortmund im Sommer sorgte Bellingham bereits auch für die ersten Rekorde.

Er ist der jüngste Debütant und zugleich der jüngste Torschütze in Englands U21. Beim BVB wurde er durch seinen Treffer im Pokalspiel gegen Duisburg zum jüngsten Torschützen der Vereinsgeschichte (17 Jahre und 77 Tage).

Rekorde seien ihm aus einem Grund wichtig: "Sie sind ein guter Indikator dafür, wie hart ich für meine Ziele arbeite. Ich hoffe, ich kann noch ein paar Rekorde brechen in meiner Karriere."

Bellingham schwärmt von Sancho

Dennoch betonte Bellingham, dass er noch viel lernen könne: "Ich muss insgesamt an meinem Spiel arbeiten, taktisch wie technisch. Aber auch mental. Ich kann mich in allen Bereichen noch verbessern. Das zu schaffen, ist mein Ziel."

Zur Seite steht ihm dabei sein Landsmann Jadon Sancho. "Jadon ist wirklich sehr wichtig für mich", sagte Bellingham und lobte die Art, "wie er seinen Arm um mich, aber auch um die anderen jungen Spieler legt, wie er uns bestärkt in unseren Fähigkeiten, uns Zutrauen zuspricht."

Anders als Sancho zieht es Bellingham aber zunächst nicht zurück auf die Insel. "Ganz ehrlich, darüber denke ich aktuell überhaupt nicht nach. Es fühlt sich gigantisch an, für den BVB zu spielen. Ich habe auch keinen Karriereplan oder so etwas im Kopf", sagte er.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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