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München - David Alaba pokert noch immer um seine Zukunft beim FC Bayern. Er sollte aber für klare Verhältnisse sorgen, findet SPORT1-Chefreporter Florian Plettenberg.

Wenn sich David Alaba in diesem Poker mal nicht verzockt ...

Kaum einem anderen Spieler des FC Bayern wurde in den vergangenen Monaten so viel Wertschätzung entgegengebracht wie Alaba. Das allseits beliebte österreichische Eigengewächs wurde von Hansi Flick und allen Bayern-Bossen x-fach in den Himmel gelobt.

Sein Stammplatz ist trotz zuletzt wechselhafter Darbietungen auch nicht gefährdet. Mehr Anerkennung geht nicht.

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Der Tenor seitens der Bayern lautete immer: "Wir wollen Alaba unbedingt behalten. Es gibt kein Ultimatum!"

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Doch all diese Wertschätzung inklusive eines stattlichen Angebots reicht noch immer nicht zur Vertragsunterschrift des Spielers.

Jetzt pokert Alaba um seinen guten Ruf!

Alaba hat ein sehr gutes Angebot vorliegen

Um ihn zu halten, bieten ihm die Münchner einen Langzeitvertrag. Inklusive möglicher Prämien kann er pro Jahr 17 Millionen Euro verdienen. Das Grundgehalt soll bei elf Millionen Euro liegen. Es ist ein Angebot, das in der Branche als mindestens sehr gut bezeichnet wird.

Nähme er dieses an, stiege er mannschaftsintern in die Riege der Großverdiener auf. In der Klasse der Superverdiener tummeln sich allerdings Robert Lewandowski, Manuel Neuer und Thomas Müller. In diesen elitären Kreis will ihn sein Berater Pini Zahavi auch bringen.

Das Hauptargument der Spieler-Seite ist vor allem die Wertschätzung für Alabas Leistungen. Die Bayern erachten ihr Angebot indes als mehr als nur angemessen in Zeiten finanzieller Einschnitte durch die Corona-Krise, weshalb sie ihre Offerte nicht mehr exorbitant aufbessern wollen.

Der CHECK24 Doppelpass u.a. mit RB Leipzigs Sportdirektor Markus Krösche via Live-Schalte am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Warum zögert Alaba, worauf wartet er? Ist es wirklich nur das Top-Top-Angebot? Seinem Ruf und auch seinen Leistungen schaden die regelmäßigen Schlagzeilen um die Forderung nach immer mehr Geld. Die Verhandlungen wurden durch die Äußerungen von Uli Hoeneß im CHECK24 Doppelpass bei SPORT1 sogar zur öffentlich ausgetragenen Schlammschlacht.

Alaba sollte für klare Verhältnisse sorgen

Alaba selbst wünschte sich vor Wochen eine zeitnahe Entscheidung. Dabei hätte er mit einer einzigen Unterschrift längst für klare Verhältnisse sorgen können.

Hinter vorgehaltener Hand heißt es vereinsintern, dass Alaba wohl schon verlängert hätte, wäre da nicht Zahavi. Der zufälligerweise Lewandowskis mannschaftsinternen Platz-eins-Vertag ausgehandelt hat und über die Zahlungsfähigkeit der Bayern bestens im Bilde ist, und der natürlich um seinen Ruf als harter Verhandlungspartner kämpft. Getreu dem Motto: Einknicken verboten!

Für die Bayern macht es das nicht einfacher. Im Hintergrund verhandeln die Alphatiere, im Vordergrund heißt er aber nie, dass Zahavi mehr Gehalt fordert, sondern Alaba.

Dem Spieler schadet diese Außendarstellung, weshalb er schnellstmöglich für klare Verhältnisse sorgen sollte.

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