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Max Kruse verabredet sich spontan mit Fremden in einer Shisha-Bar zum Kartenspielen. Union-Geschäftsführer Oliver Ruhnert äußert sich nun zu Kruses Bar-Besuch.

Mit seiner spontanen Verabredung zum Zocken mit Fremden hat Max Kruse in der vergangenen Woche in Zeiten strenger Corona-Restriktionen und steigender Fallzahlen für Wirbel gesorgt.

Der Angreifer von Union Berlin handelte sich für die auch im Hinblick auf das DFL-Hygienekonzept zweifelhafte Aktion einen Rüffel von Union-Geschäftsführer Oliver Ruhnert ein.

"Richtig ist, dass wir im Rahmen der DFL diese Maßnahmen nicht wollen und das haben wir auch ganz klar zu verstehen gegeben", sagte Ruhnert nach dem 1:1 der Eisernen bei Schalke 04 bei Sky.

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Zugleich nahm Ruhnert den Ex-Nationalspieler ein Stück weit in Schutz. Kruse habe sich "innerhalb der gesetzlichen Grundlagen absolut so bewegt wie sich eigentlich jeder Normalbürger bewegen darf. Von daher hat er nichts anderes getan."

Wirbel um Kruse: "Nicht die cleverste Aktion von Max"

Innerhalb der Mannschaft sei Kruses Verhalten kein großes Thema gewesen, wie Marvin Friedrich nach der Partie erklärte: "Das war nicht die cleverste Aktion von Max, das weiß er selbst. Aber das war absolut kein Thema bei uns in der Kabine."

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Kruse selbst wollte sich nach der Partie in Gelsenkirchen nicht äußern. Der 32-Jährige hatte vergangene Woche über seinen Instagram-Account zu einem spontanen Treffen aufgerufen und in einer Berliner Shisha-Bar mit mehreren Unbekannten an einem Tisch das Kartenspiel "Magic Towers" gezockt.

"Wir wollen diese Aktion nicht, das haben wir auch klar kommuniziert. Wir finden sie auch falsch", betonte Ruhnert, der für Die Linke im Iserlohner Stadtrat sitzt. "Wir haben eine Vorbildfunktion, die haben wir zu übernehmen. Das haben wir auch deutlich gemacht. Aber es ist nicht so, dass hier irgendetwas passiert ist, was konträr zu unseren gesetzlichen Bestimmungen ist."

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Union-Trainer Fischer: Kruse muss zuhören

Ruhnert hatte vor der Partie auf Schalke in einer Ansprache an die Mannschaft noch einmal an die Vorbildfunktion der Spieler appelliert, weitere Sanktionen seitens des Klubs oder auch der DFL musste Kruse nicht fürchten.

"Die DFL ist in einer Situation, in der sie zurecht auch anmahnt, dass sich alle über die gesetzlichen Gegebenheiten hinaus verhalten, weil eine Vorbildfunktion da ist. Das ist auch gut so. Aber sie kann nichts bestrafen, wo es nichts zu bestrafen gibt", erklärte Ruhnert.

Union-Trainer Urs Fischer hatte Kruse trotz der Vorfälle in die Startelf berufen und sah kein Problem darin. "Wir haben es deutlich angesprochen", sagte der Schweizer vor dem Spiel. "Oliver Ruhnert hat wirklich deutliche Worte gefunden, somit sollte es für mich auch geklärt sein. Es ging nicht darum, dass sich Max erklären musste, sondern dass er zuhören muss."

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