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Stuttgart - Der FC Bayern bezahlt den Auswärtssieg in Stuttgart teuer. Drei Spieler müssen verletzungsbedingt vom Feld. Mit einen B-Kader geht’s nun nach Madrid.

Bayern-Trainer Hansi Flick hat mit seiner Mannschaft durch das 3:1 beim VfB Stuttgart den 35. Sieg im 37. Pflichtspiel eingefahren und kehrt dennoch mit Sorgenfalten zurück nach München.

Der Grund: Vier neue Verletzungssorgen für Flick!

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Hernández, Boateng, Tolisso und Martínez angeschlagen

53. Minute: Lucas Hernández kracht nach einem Zweikampf mit dem Kopf voran in die Bande. Wenig später wird er ausgewechselt. Für den Weg zur Ersatzbank braucht er mehrere Minuten. Beim Gang in die Kabine zeigt er Schmerzen im Rücken-, Hals- und Brustbereich an. Der Franzose wirkt niedergeschlagen. Inzwischen gab er er aber via Instagram selbst Entwarnung. Alles sei okay, schrieb der Franzose.  (Das Spiel zu Nachlesen im Ticker)

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69. Minute: Jérôme Boateng muss mit Schmerzen vom Feld. Auf dem Platz humpelt er, auf der Ersatzbank deutet er Rückenprobleme an.

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80. Minute: Ohne Fremdeinwirkung geht Corentin Tolisso zu Boden. Flick tröstet ihn bei seiner Auswechslung, der Franzose hat Tränen in den Augen. Wenig später bestätigt Flick "eine Muskelverletzung". Tolisso droht ein längerer Ausfall.

90. Minute: Javi Martínez, für Tolisso eingewechselt, rutscht am eigenen Strafraum weg und fast sich sofort an die rechten Adduktoren. Der Baske hält durch und geht nach Abpfiff mit Schmerzen in die Kabine, an der Seite von Sportvorstand Hasan Salihamidzic.

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Bayern "gehen auf dem Zahnfleisch"

Kurios: Selbst beim Gegner war die Verletztenmisere ein Thema. VfB-Kapitän Gonzalo Castro: "Man sieht, dass die Bayern angeschlagen sind und jetzt schon auf dem Zahnfleisch gehen." (Tabelle der Bundesliga)

Rums!

Nach den abschließenden Untersuchungen erwartet Flick am Sonntag vier Diagnosen. Hinzu kommen der angeschlagene Bouna Sarr (muskuläre Probleme), Alphonso Davies (Aufbautraining nach Bänderriss im rechten Sprunggelenk) und der Langzeitverletzte Joshua Kimmich (Meniskus-OP).

Sieben Ausfälle drohen: Personal-Alarm bei den Bayern!

"Es ist eine enorme Belastung. Am Ende ist der einzelne Spieler der Leidtragende", sagte Flick nach Abpfiff.

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Der Triple-Trainer reagierte zuvor verwundert und schon fast genervt auf die Frage, ob die vielen Ausfälle gar auf mögliche Fitnessprobleme zurückzuführen seien.

Flicks Erklärung: "Es ist aktuell schon so, dass es viele Verletzte gibt. Nicht nur bei uns, sondern überall. Die Plätze werden tiefer, wie heute. Da ist es nicht so einfach, Verletzungen zu vermeiden."

Flick kann gegen Atlético Madrid einige Stars schonen

Am kommenden Dienstag müssen die Bayern zum fünften Champions-League-Spieltag bei Atlético Madrid (Champions League: Atlético Madrid - FC Bayern, Dienstag ab 21 Uhr im LIVETICKER) antreten. Nur gut, dass die Münchner Platz eins in der Gruppe schon sicher haben. Flick wird wohl notgedrungen mit einem B-Kader anreisen und weitere Stars aufgrund der hohen Belastung in den vergangenen Wochen schonen, denn am Samstag wartet das Topspiel gegen RB Leipzig in der Allianz Arena. (Spielplan der Bundesliga) 

Mögliche Startelfkandidaten in Madrid: Alexander Nübel, Niklas Süle und Jamal Musiala. Marc Roca ist wegen seiner Gelb-Roten Karte keine Option. Tanguy Nianzou, der in Stuttgart sein Bundesligadebüt feierte, ist in der Königsklasse nicht gemeldet.

Die Bayern plagen nicht nur Verletzungssorgen. Auch die derzeit anfällige Viererkette bereitet Probleme. Gegen Stuttgart ließ die Flick-Elf defensiv erneut viel zu, der Aufsteiger bestrafte zahlreiche FCB-Fehler aber nur einmal. Dafür ist weiterhin auf Manuel Neuer und Robert Lewandowski Verlass.

Flick ("Wir bekommen derzeit keinen Schönheitspreis") ist sich der aktuellen defensiven Defizite bewusst, bleibt aber noch ruhig: "Spiel, Regeneration, Abschlusstraining, so geht es immer weiter. Da ist kein Platz, um wirklich mit der Mannschaft zu trainieren. Diese Bedingungen müssen wir aber annehmen. Wer sie am besten annimmt, wird den größten Erfolg haben. Das wollen wir sein."

Der Bayern-Trainer weiter: "Ich weiß, dass die Mannschaft gerade am Limit ist, aber wir wollen uns nicht beklagen. Für uns ist es wichtig, dass wir Punkte einsammeln und nichts liegenlassen."

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