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In der Bundesliga schwelt der Streit um eine Neu-Verteilung der Medieneinnahmen. Ausgerechnet der Vertreter eines kleineren Klubs im DFL-Präsidium lässt jetzt aufhorchen.

Die Chancen auf eine spürbare Umverteilung der Mediengelder von oben nach unten im deutschen Profifußball sind rapide gesunken.

Drei Wochen vor der anberaumten Versammlung der 36 Erst- und Zweitligisten hat sich ausgerechnet ein Vertreter der "Kleinen" im zuständigen Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) gegen eine "revolutionäre "Umverteilung" ausgesprochen. "Dieser Gedanke scheint zur Unzeit zu kommen", schrieb Klubchef Steffen Schneekloth vom Zweitligisten Holstein Kiel in einem Gastbeitrag für den kicker.

Die Klubs streiten seit Monaten um die Verteilung der Medieneinnahmen. Zuletzt folgte auf das Positionspapier der "Kleinen 14" die Retourkutsche der "Großen 15". Die "K14" (vier Bundesligisten und zehn Zweitligisten) wollen eine starke Umverteilung, die "G15" (14 Bundesligisten und Zweitliga-Spitzenreiter Hamburger SV) sind dagegen.

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1,1 Milliarden Euro müssen verteilt werden

Die Lager scheinen sich unversöhnlich gegenüberzustehen - obwohl die Vereine formell gar nichts zu bestimmen haben. Die Entscheidung über die Verteilung der Medienerlöse liegt in den Händen des DFL-Präsidiums um den scheidenden Boss Christian Seifert.

In dem neunköpfigen Gremium haben die kleinen und mittleren Klubs seit dem vergangenen Jahr die Mehrheit. Die Einlassung Schneekloths lässt nun erkennen, dass es wohl dennoch keine Mehrheit für eine Umverteilung geben wird.

Die Mediengelder sind die mit Abstand größte Einnahmequelle der Vereine. Es geht um die Verteilung der Erlöse ab der kommenden Spielzeit. Für die Rechte im deutschsprachigen Raum hat die DFL 1,1 Milliarden Euro pro Saison erzielt, die internationalen Einnahmen werden wohl bei 250 Millionen Euro liegen.

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