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Christian Gross wird wohl der nächste Trainer auf Schalke. Der Schweizer, der schon seinen Rücktritt verkündet hatte, soll den einstigen Topklub vor dem Abstieg retten.

Die Trainersuche des FC Schalke ist offenbar beendet: Christian Gross soll den abstiegsbedrohten Bundeligisten zum Klassenerhalt führen. 

Wie die Bild und die Ruhr Nachrichten berichten, wird der Schweizer die Nachfolge des entlassenen Manuel Baum und von Interims-Trainer Huub Stevens antreten.

Demnach hat der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Sportvorstands Jochen Schneider zugestimmt, den Schweizer als "Retter" für ein halbes Jahr zu engagieren. Am kommenden Montag soll Gross zum ersten Mal das Training leiten.

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Stevens sprang für zwei Spiele ein

Stevens hatte bei den letzten beiden Spielen des Jahres an der Seitenlinie gestanden, nachdem sich der Klub von Baum getrennt hatte. 

Weil Schalke mit dem ebenfalls entlassenen David Wagner in die Saison gegangen war, ist Gross bereits der vierte Trainer in der laufenden Saison. In der Liga ist S04 mit vier Punkten nach 13 Spieltagen Letzter. 

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Bei Gross liegt die letzte Station als Trainer in Europa schon eine ganze Weile zurück. Im Mai 2020 hatte er sich sogar gänzlich vom Trainer-Job verabschiedet ("Habe mich entschieden, grundsätzlich mit dem Coaching aufzuhören"), nun kehrt er noch einmal zurück. Sein finanziell klammer Arbeitsgeber wird ihm dabei laut Kicker ein relativ geringes Grundgehalt bezahlen. Für den Fall des Klassenerhalts winkt ihm aber offenbar eine Prämie im siebenstelligen Bereich. 

Gross wurde Meister in Saudi-Arabien

Gross blickt auf eine lange Karriere zurück: Bis April 2012 war der 66-Jährige als Coach in seiner Schweizer Heimat bei den Young Boys aus Bern tätig. Anschließend kehrte er Europa den Rücken und heuerte in Saudi-Arabien und Ägypten an. Mit Al-Ahli wurde er 2016 saudischer Meister, mit Zamalek Kairo holte er 2019 den Titel im Confederation Cup - dem afrikanischen Pendant zur Europa League. 

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In Deutschland ist Gross ein eher unbeschriebenes Blatt. Der VfB Stuttgart war der einzige Bundesliga-Verein, den der heute 66-Jährige trainierte. Dort lernte er auch den heutigen Schalke-Vorstand Jochen Schneider kennen, der sich nun für ihn aussprach. 

Vor elf Jahren übernahm Gross den VfB auf Platz 15 und führte sie mit einem unglaublichen Schnitt von 2,26 Punkten pro Spiel noch in den Europapokal. Nachdem er aber in der folgenden Saison von den ersten sieben Spielen sechs verlor, musste auch er den Klub wieder verlassen.

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