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Frankfurt am Main - Weltmeister Erik Durm ist aktuell zurück in der Startelf von Eintracht Frankfurt - doch wie geht es weiter? Vor dem Duell mit Ex-Klub BVB spricht er über seine Zukunft.

Erik Durm hat es geschafft, Adi Hütter mit fleißiger und guter Trainingsarbeit von sich zu überzeugen.

Der wochenlang völlig abgetauchte und auf der Tribüne schmorende Weltmeister durfte überraschend gegen RB Leipzig mitwirken und stand eine Woche später für Eintracht Frankfurt bei Union Berlin erneut auf dem Platz. (SERVICE: Alle Spiele und Ergebnisse)

Durm agiert defensiv sehr sicher, im Spiel nach vorne traut er sich jedoch zu wenig zu. Insgesamt aber hat sich der Rechtsverteidiger ordentlich präsentiert und sich so das Vertrauen von Hütter erarbeitet. (SERVICE: Bundesliga-Tabelle)

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Eintracht Frankfurt hätte Durm ziehen lassen

Danach sah es im Herbst aber noch nicht aus. Durm galt bis zum letzten Transfertag als Wechselkandidat, Interesse gab es vor allem aus Italien von Parma.

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Als er beim 2:1-Sieg gegen die TSG Hoffenheim Anfang Oktober zum bereits vierten Mal in dieser Saison nicht im Kader stand, sagte Hütter auf Nachfrage von SPORT1: "Das hatte weniger mit eventuellen Verhandlungen zu tun. Wir haben sehr viel Personal auf diesen Positionen. Deshalb war Erik nicht dabei."

Es waren schwierige Zeiten für Durm, der Absturz war gewaltig. Seit dem Re-Start im Mai 2020 stand er nur noch fünfmal auf dem Spielerbogen und einmal davon für 14 Minuten auf dem Platz - bis Ende November! Die Eintracht hätte ihm bei einem konkreten Angebot keine Steine in den Weg gelegt.

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Durm noch bis 2023 unter Vertrag

"Wenn ein Gespräch mit einem anderen Klub konkret geworden wäre, dann wäre ich nicht mehr hier bei der Eintracht", sagte der ehemalige Nationalspieler SPORT1 und bestätigte entsprechende SPORT1-Informationen.

Kämpferisch fügte Durm aber an: "Ich bin noch hier und habe nicht umsonst für vier Jahre unterschrieben." Sein Vertrag läuft noch bis 2023. Es sei daher ganz normal gewesen, dass er mit seiner persönlichen Situation nicht zufrieden war: "Das wünscht sich doch auch jeder Verein, dass er Fußballer hat, die spielen wollen. Ich habe die Entscheidung respektiert, aber nicht akzeptiert."

Es wäre eine "Lüge", so Durm, zu behaupten, dass ihn die Lage nicht beschäftigt hätte. Ob er nach jetzt zwei Einsätzen tatsächlich langfristig in Frankfurt bleibt? Das ist weiter offen: "Was im Winter passiert, ist noch Zukunftsmusik. Wir haben bis Weihnachten noch wichtige Spiele vor der Brust."

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Duell gegen Ex-Klub Borussia Dortmund

Durm positioniert sich für diese Aufgaben: "Ich versuche, jede Minute Gas zu geben und zu helfen, so viele Punkte wie möglich zu holen. Danach wird man sich zusammensetzen und analysieren." Er konkretisiert: "Die Frage ist dann: Wie zufrieden ist der Klub mit mir?"

Aktuell jedenfalls hat sich der Außenverteidiger einen Vorsprung erkämpft. Gegen Borussia Dortmund steht Durm am kommenden Wochenendevor einem besonderen Duell, schließlich spielte er von 2012 bis 2018 für den BVB. (Bundesliga, 10. Spieltag: Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund, Samstag ab 15.30 Uhr im SPORT1-Liveticker)

"Es war meine erste Profistation. Ich habe schöne Erinnerungen an meine Zeit in Dortmund", sagt Durm und freut sich auf die Begegnung gegen den Ex-Klub. Natürlich hofft er dabei auf sein persönliches "Triple", den dritten Startelfeinsatz in Folge: "Natürlich versuche ich mich anzubieten."

In den Wochen zuvor hat das ja bestens geklappt.

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