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Leroy Sané wurde nur 36 Minuten nach seiner Einwechselung wieder ausgewechselt
Leroy Sané wurde nur 36 Minuten nach seiner Einwechselung wieder ausgewechselt © Imago
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Leroy Sané erlebt in Leverkusen einen bitteren Abend. Der Flügelstürmer des FC Bayern wird von Trainer Hansi Flick zunächst ein- und dann wieder ausgewechselt.

Nur 36 Minuten dauerte der Einsatz von Leroy Sané, dann erfolgte die Höchststrafe.

Nachdem der Flügelstürmer zunächst in der 32. Minute für den verletzten Kingsley Coman eingewechselt wurde, nahm Trainer Hansi Flick Sané bereits in der 68. Minute wieder vom Feld.

Nach einem unterkühlten Abklatschen mit Trainer Flick verschwand Sané zunächst im Kabinentrakt, kehrte dann aber wieder zurück und verfolgte die Schlussphase der Partie von der Tribüne aus.

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Lewandowski nimmt Sané in Schutz

"Nach so einer Verletzung braucht er Zeit", nahm Robert Lewandowski nach dem 2:1-Sieg bei Sky seinen Teamkollegen in Schutz. "Nächstes Jahr zeigt er seine Qualitäten. Er weiß selbst, dass er von der kurzen Pause jetzt profitieren kann. Ich drücke ihm die Daumen. Er ist ein super Junge, ein super Spieler, wir werden ihn brauchen."

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Sané gewann bei seinem Kurzeinsatz nur 33 Prozent seiner Zweikämpfe, gab keinen Torschuss ab und leistete sich zudem einige Fehlpässe.

Müller baut Sané auf

"Offensivspieler an Zweikampfquote zu messen, halte ich für schwierig", räumte Thomas Müller ein. "Ich persönlich spiele sehr gerne mit Leroy zusammen und ich finde, dass wir schon mehr Offensivzug auf der rechten Seite hatten, nachdem er reinkam."

Müller sicherte Sané seine Unterstützung zu: "Es ist natürlich eine harte Nummer, aber er wird das wegstecken und wir als Mannschaft stehen absolut hinter ihm. Er ist ganz nah dran, dass dieser Knoten aufgeht. Dieser Speed und diese Filigranität, diese Finesse, damit wird er uns noch Spiele entscheiden."

Matthäus geht mit Sané hart ins Gericht

Auch nach dem Spiel suchte Müller das Gespräch mit Sané. "Ich habe zu ihm gesagt, dass er jetzt nicht Frustration aus dieser Situation ziehen soll, sondern Motivation. Es macht es ihm auch nicht leichter, dass wir aktuell auch sehr kämpfen müssen und auch ungenau spielen."

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus urteilte in seiner Funktion als TV-Experte bei Sky: "Er wurde zu Recht ausgewechselt. Ich finde es gut, dass Flick den Mut hat, dem Spieler zu zeigen: Ich bin mit dir nicht zufrieden. Das ist kein Spieler, der Bayern verstärkt." Auch in der Defensive habe er viele Fehler gemacht, deshalb sei es ein "klarer Denkzettel des Trainers für Leroy Sané".

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