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Nach der Verletzung von Max Kruse im Derby zeigen Untersuchungen, wie schlimm es den Topscorer erwischt hat. Union Berlin äußert sich zur Ausfallzeit.

Union Berlin muss mehrere Wochen auf seinen verletzten Torjäger Max Kruse verzichten.

Einen Tag nach dem 1:3 (1:0) bei Stadtrivale Hertha BSC teilten die Eisernen die Diagnose beim Topscorer mit. Laut Pressemitteilung vom Samstag hat sich Kruse eine Muskelverletzung zugezogen.

"Die Untersuchungen am heutigen Sonnabend in der Berliner Charité ergaben eine Muskelverletzung am hinteren rechten Oberschenkel", erklärte Union: "Kruse steht Trainer Urs Fischer somit bis auf weiteres nicht zur Verfügung."

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Kruse fehlt wohl nicht nur gegen FC Bayern

Das kommende Programm von Union bis Weihnachten hat es in sich: Die Eisernen treffen am kommenden Spieltag auf den FC Bayern, danach folgen Duelle mit dem VfB Stuttgart und Borussia Dortmund.

SPORT1 zeigt in der zweiten Runde des DFB-Pokals das Duell zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Braunschweig am 22. Dezember ab 18 Uhr LIVE im TV und im STREAM

Am 22. Dezember steht dann noch das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal gegen den SC Paderborn an.

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Union nach Derby-Niederlage schwer gebeutelt

Für die Eisernen war es am Freitag knüppeldick gekommen: Derby verloren, Kruse verletz, Antreiber Robert Andrich demnächst rotgesperrt.

"So eine Niederlage fühlt sich auch einen Tag später immer noch sehr schlecht an", gab Trainer Urs Fischer zu: "Aber Niederlagen gehören zum Sport, die muss man akzeptieren, auch wenn es manchmal schwerfällt. Mund abwischen, aufstehen - und weiter geht's!"

Allerdings muss es erst einmal ohne Kruse weitergehen. Der Topscorer der Eisernen hatte sich in der Nachspielzeit ohne größere Gegnereinwirkung am rechten Bein verletzt und konnte nur gestützt von zwei Betreuern in die Kabine gebracht werden.

Fischer über Kruse: "Verbindungsspieler, der uns gefehlt hat"

Angesichts der Bilder schien es schon da unwahrscheinlich, dass der Ex-Nationalspieler im kommenden Heimspiel am Samstag (18.30 Uhr) gegen Rekordmeister Bayern München mitwirken kann.

"Wenn es so sein sollte, gilt es, ihn zu ersetzen. Etwas anderes bleibt uns nicht übrig", sagte Fischer, der jedoch Kruses Bedeutung für das Unioner Offensivspiel nochmals hervorhob: "Er ist der Verbindungsspieler, der uns gefehlt hat. Derjenige, der immer mal wieder für das Kreative und Außergewöhnliche da ist."

Kruse ist mit elf Scorerpunkten in zehn Spielen der gefährlichste Akteur der Unioner.

Fischer wehrte sich gegen die Kritik, Kruse, der aufgrund des Spielverlaufs kaum zur Geltung gekommen war, nicht vorher ausgewechselt zu haben. "Er hat uns ein gutes Gefühl gegeben, er war viel unterwegs. Ich empfand ihn als frisch", argumentierte der Schweizer, "auch in der Kommunikation mit Max haben wir eine positive Rückmeldung bekommen."

Kein Vorwurf an Andrich

Definitiv gegen Bayern fehlen wird Andrich, der sich gegen Hertha übermotiviert eine Rote Karte wegen groben Foulspiels eingehandelt hatte.

In der knapp 70-minütigen Unterzahl konnte Union die 1:0-Führung durch Taiwo Awoniyi (20.) nicht verteidigen. "Natürlich ist er enttäuscht", verriet Fischer, "aber es gab keinen Vorwurf von uns." Stattdessen habe es in der Kabine "aufrichtende Worte" gegeben (SERVICE: Tabelle der Bundesliga).

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Die gab es auch von einigen Union-Fans, die bei der Busabfahrt vom Olympiastadion die Derby-Verlierer verbal aufbauten. "Das war Balsam auf die Wunde", sagte Fischer.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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