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München - Breel Embolo steht wegen eines Corona-Verstoßes in der Kritik. Im CHECK24 Doppelpass fordert Reiner Calmund eine harte Strafe, falls der Schweizer gelogen hat.

Der Wirbel um den Corona-Verstoß von Breel Embolo sorgt in der Bundesliga für Diskussionsstoff.

Nach Angaben der Essener Polizei hat der Stürmer von Borussia Mönchengladbach versucht, von einer illegalen Party in einem Restaurant über ein Hausdach zu fliehen. Embolo selbst hatte betont, nur zu einem Freund zum Basketballschauen gefahren zu sein.

Die Party habe in der Nachbarschaft stattgefunden. Er widersprach Berichten, an dieser teilgenommen zu haben. Embolo war wegen eines "möglichen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung" aus dem Kader des Spiels gegen Werder Bremen genommen worden.

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Calmund: "Halte es für absolut richtig"

Für Gladbach-Trainer Marco Rose ist der Fall erledigt, er glaubt dem Schweizer. "Wir haben mehrfach geredet. Mir muss er nichts mehr erklären", erklärte der Trainer nach dem 4:2 gegen Borussia Dortmund am Freitag. (Die Tabelle der Bundesliga)

Manager-Legende Reiner Calmund lobte das Vorgehen der Gladbacher Verantwortlichen in der Causa Embolo. "Ich halte das für absolut richtig, auch die Aussagen von Gladbach waren okay", erklärte der 72-Jährige im CHECK24 Doppelpass.

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In der Runde wurde Embolos Verstoß auch mit dem Skandal-Video von Salomon Kalou verglichen, für das dieser von seinem damaligen Klub Hertha BSC suspendiert worden war. Für Calmund sind beide Fälle nicht miteinander vergleichbar. "Der Berliner war komplett inszeniert. Das war schon eine andere Nummer als in Gladbach."

Embolo habe "keinen umgebracht"

Dennoch plädiert Calmund für eine harte Strafe, sollten sich die Vorwürfe gegen Embolo als wahr herausstellen. "Wenn er das gemacht hat, muss er eine saftige Strafe bekommen. Da führt kein Weg dran vorbei, weil er auch die Solidarität verletzt hat. Das ist ein Zeichen an alle anderen."

Ihm pflichtete Stefan Effenberg bei. "Wenn das stimmt, ist alles okay. Wenn er aber gelogen hat, muss die Strafe komplett anders ausfallen. Er hat eine Vorbildfunktion", sagte der SPORT1-Experte.

Für Calmund sei es auch wichtig, "dass man aus dem Fußball heraus ein Signal setzt. Neben der perfekten Hygienekonzeption muss jeder, der dagegen verstößt, richtig auf den Sack kriegen."

Aber der Ex-Manager betonte auch: "Er hat keinen umgebracht. Geldstrafe, richtig einen auf den Sack und dann geht es weiter." Effenberg sah das genauso. "Das sind noch junge Menschen. Die darf man nicht so an den Pranger stellen."

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