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München - Klaas-Jan Huntelaar kehrt zum FC Schalke zurück. Ein Ex-Trainer der Königsblauen lobt den Klub für die Rückhol-Aktion und glaubt an den Klassenerhalt.

Klaas-Jan Huntelaar soll mithelfen, den FC Schalke in der Bundesliga zu halten. André Breitenreiter, ehemaliger Coach der Königsblauen, findet die Rückhol-Aktion des 37-Jährigen nachvollziehbar (Bundesliga: FC Schalke 04 - 1.FC Köln, ab 18.30 Uhr im LIVETICKER).

"Der Hunter ist ein Typ, der immer seine Tore machen wird, wenn man ihn in Position bringt, weil er dafür die Qualität im Abschluss hat. Fakt ist: Er ist ein klasse Typ, er ist eine Identifikationsfigur – und alleine seine Anwesenheit wird Schalke 04 sehr gut tun", schwärmte Breitenreiter im neuen SPORT1-Podcast Anstuss. Der Fußballpodcast

Breitenreiter kennt die Qualitäten des Routiniers ganz genau. Immerhin lief Huntelaar in der Saison 2015/16 unter Breitenreiter für die Knappen auf und schoss zwölf Treffer in der Bundesliga. Der Stürmer führte sein Team damals auf Rang fünf, Breitenreiter musste trotzdem nach der Spielzeit wieder gehen. 

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Nun kehrt zumindest Huntelaar zurück und soll gemeinsam mit dem ebenfalls zurückgekehrten Sead Kolasinac den Klassenerhalt bringen. Die Idee, alte Stars zurückzuholen, findet Breitenreiter prinzipiell charmant. "Ob es der richtige Weg ist, wird sich zeigen. Aber sicher werden die Fans das erstmal positiv begleiten." 

Breitenreiter: "Drücke Schalke die Daumen"

Auch ohne diese beiden Neuzugänge hätte der ehemalige Trainer die Mannschaft als gut genug für die Wende empfunden. "Auch wenn ich nicht nah genug dran bin, habe ich persönlich den Kader als stark genug eingeschätzt, um die Klasse zu halten. Die individuelle Klasse ist da." (Tabelle der Bundesliga)

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Trotz seiner Entlassung ist Breitenreiter übrigens noch Fan des Vereins. "Ich drücke Schalke beide Daumen, dass sie den Klassenerhalt noch schaffen. Ich würde es mir sehr wünschen, weil Schalke ein außergewöhnlicher Verein ist, mit fantastischen Fans."

Im Falle eines Abstiegs würde der Hannoveraner aber nicht schwarz sehen bei dem finanziell stark angeschlagenen Verein. "Selbst wenn es nicht klappt, wird dieser Verein nicht untergehen", prognostiziert Breitenreiter. "Dann werden sie einen neuen Anlauf nehmen, um auch wieder hoch zu kommen."

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Neben der Situation auf Schalke äußerte sich Breitenreiter in Anstuss auch zu seiner eigenen Karriere. Er ist seit seiner Entlassung bei Hannover 96 im Januar 2019 ohne Job. 

Breitenreiter erklärt Trainer-Auszeit

"Natürlich juckt es. Ich bin jetzt knapp zwei Jahre raus, aber ich muss ein Engagement aus Überzeugung eingehen und nicht aus Aktionismus", erklärt der 47-Jährige. Er verrät, dass er vor allem aus privaten Gründen kein Angebot angenommen hat. Seine Mutter ist 2019 gestorben, sein Vater musste aufgrund einer Demenz-Erkrankung in ein Pflegeheim. 

"Die Situation war familiär nicht einfach, so dass ich alle Angebote aus dem In- und Ausland abgesagt habe, weil ich einfach ein Familienmensch bin und es mir viel wichtiger war, für meine Familie und meine Eltern da zu sein", erläutert der Coach offen zu. Nun will Breitenreiter aber zurück auf die Trainerbank. "Ich warte ich geduldig auf den richtigen Moment. Und auf einen Verein, der vielleicht nicht unbedingt den ganz jungen Trainer sucht, sondern auf die Fakten guckt."

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