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Borussia Dortmund hat nach einer Woche zum Vergessen beim Lieblingsgegner den wohl schon entscheidenden Nackenschlag im Titelkampf kassiert.

Borussia Dortmund hat nach einer Woche zum Vergessen beim Lieblingsgegner den wohl schon entscheidenden Nackenschlag im Titelkampf kassiert. Der Vizemeister unterlag beim furiosen Rückrundenauftakt bei Borussia Mönchengladbach in einer mitreißenden Begegnung mit 2:4 (2:2) und rutschte nach der bereits siebten Saisonpleite aus den Champions-League-Plätzen. Die Gladbacher eroberten mit dem ersten Sieg gegen den BVB seit April 2015 nach dem Corona-Wirbel um Breel Embolo zumindest für eine Nacht Rang vier.

Nico Elvedi (11., 32.), Ramy Bensebaini (49.) und Marcus Thuram (78.) bei seinem ersten Einsatz nach abgesessener Fünf-Spiele-Sperre erzielten vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw die Treffer für die in diesem Jahr weiter ungeschlagenen Gastgeber. Dortmund hatte die vergangenen zwölf Pflichtspiele gegen die Fohlen gewonnen, unterlag nun aber wie bereits Tabellenführer Bayern München und RB Leipzig am Niederrhein. Die beiden Treffer von Erling Haaland (22., 28.) waren zu wenig. Der Rückstand auf Serienmeister FC Bayern könnte nach dem 18. Spieltag auf 13 Zähler anwachsen.

BVB-Trainer Edin Terzic hatte nach dem Unentschieden gegen Mainz und der Niederlage in Leverkusen die Mentalitätsfrage gestellt. Doch seine Mannschaft war in der stürmischen Anfangsphase sofort in höchster Not. Bereits nach 42 Sekunden zirkelte Florian Neuhaus den Ball ins Dortmunder Tor, doch Jonas Hofmann hatte zuvor beim Ballgewinn Jude Bellingham gefoult. Schiedsrichter Manuel Gräfe erkannte den Treffer nach Ansicht der Videobilder nicht an.

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Als Weckruf für den BVB diente die Szene nicht. Nach einem Freistoß von Hofmann verlor die Abwehr der Gäste Elvedi aus den Augen. Der Innenverteidiger köpfte wie schon am Dienstag gegen Bremen zur Führung ein.

Erst danach kamen die Dortmunder ins Spiel und stellten die Defensive der Gastgeber mit ihrer individuellen Klasse immer wieder vor große Probleme. Haaland nutzte einen Pass von Jadon Sancho mit einem gefühlvollen Lupfer zum Ausgleich. 

Der BVB hatte danach Oberwasser und hielt das Tempo hoch. Manuel Akanji scheiterte an Torhüter Yann Sommer, den Nachschuss von Emre Can klärte Lars Stindl per Kopf auf der eigenen Linie (26.). Doch zwei Minuten später gingen die Schwarz-Gelben in Führung. Nach einem Ballverlust von Nationalspieler Neuhaus und der Vorarbeit von Sancho vollstreckte erneut Haaland. Es war bereits der 14. Saisontreffer des Norwegers.

Trainer Marco Rose, der mit dem BVB in Verbindung gebracht wird und der zunächst auf Embolo verzichtete, stellte nach dem Rückstand von der Dreier- auf die gewohnte Viererkette um. Denis Zakaria rückte ins Mittelfeld vor.

Für den Ausgleich benötigte das Rose-Team aber die Schützenhilfe von Roman Bürki. Der BVB-Schlussmann ließ einen Freistoß von Stindl nach vorne abprallen, Elvedi nahm die Einladung dankend an.

Das Tempo blieb auch in der Folge hoch. Löw, der erstmals in dieser Saison im Stadion war, hatte seine helle Freude. Sancho für Dortmund (39.) und Neuhaus für Gladbach (44.) vergaben noch vor der Pause die Chance zur Führung.

Die Begegnung büßte auch im zweiten Durchgang nichts von ihrer Klasse ein. Bensebaini traf mit seinem schwächeren rechten Fuß sehenswert zum 3:2, das Abwehrverhalten der Dortmunder warf nicht nur in dieser Szene Fragen auf. 

Vier Minuten später hatte Alassane Plea die Vorentscheidung auf dem Fuß. Nach einem Konter setzte der Franzose den Ball ganz knapp am Tor vorbei.

Der BVB suchte nach einer Antwort, Gladbach zog sich derweil etwas zurück und lauerte auf schnelle Gegenstöße. Dafür brachte Rose auch Thuram (65.), der seine Rot-Sperre nach seiner widerlichen Spuckattacke abgesessen hatte, und Embolo (70.). Dortmund machte aber Druck und suchte nach der Lücke - die jedoch erneut Gladbach fand.

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