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Marco Rose wird nach der Saison die Borussia wechseln und zum BVB gehen. Der Gladbach-Coach und Max Eberl stellten sich nun den Fragen der Journalisten.

Seit Montag steht die Entscheidung von Marco Rose fest. Der jetzige Gladbach-Coach zieht im Sommer seine Ausstiegklausel und wechselt von der einen Borussia zur anderen.  

Die jetzige Konstellation könnte brisanter kaum sein - schließlich spielt Rose mit Gladbach darum, sich erneut für die Champions League zu qualifizieren. Damit ist der BVB, also Roses künftiger Klub, einer der Hauptkonkurrenten der Fohlen. Und als wäre dies nicht schon genug, treffen die beiden Klubs auch noch im Viertelfinale des DFB-Pokals aufeinander.

Bei der Pressekonferenz am Mittwochmorgen gab es folglich reichlich Redebedarf - der Ticker zum Nachlesen.

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Das war's - in dieser PK steckte jede Menge Stoff ...

+++ Rose bekräftigt Versprechen +++

Auf nochmalige Nachfrage bekräftigt Rose sein Versprechen, dass er aus Respekt vor Gladbach keinen Spieler zum BVB mitnehmen wird. Er werde sich auch gegen Wünsche der BVB-Führung stellen, sollten welche aufkommen: "Ja, das würde ich sagen. Wenn Marco Rose sagt, er nimmt keinen Spieler mit zu Borussia Dortmund, dann nimmt er keinen Spieler mit zu Borussia Dortmund. Fertig, aus."

+++ Eberl zuversichtlich: Das Team bricht nicht auseinander +++

"Jeder Spieler will wissen, wer in Zukunft sein Trainer sein wird. Die aktuellen Gespräche mit den Spielern werden wir weiterführen und ich bin überzeugt, dass wir sie erfolgreich weiterführen werden." Das Projekt Borussia Mönchengladbach hänge "nicht an einzelnen Personen. Es bestürzt mich nahezu, dass anscheinend nicht darauf vertraut wird, dass der Klub aus dieser Situation einmal mehr gestärkt hervorgehen wird." Einmal mehr betont er seine Wertschätzung für Rose, trotz dessen Entscheidung, die er nicht "gegen Gladbach, sondern für sein Leben" getroffen hätte: "Es passt kein Blatt Papier zwischen Max Eberl und Marco Rose."

+++ Rose wirbt um Verständnis +++

"Ich verstehe die Enttäuschung der Fans und kann sie total nachvollziehen. Ich habe für mich eine persönliche Entscheidung getroffen, aber ich habe hier immer mein Bestes geben und werde das bis zum Sommer tun."

+++ Eberl sieht keinen Anlass, Rose zu hinterfragen +++

"Marco Rose schätzt diesen Klub extrem. Es ist daher meine 100-prozentige Überzeugung, dass Marco bis zu seinem letzten Tag alles für diesen Verein geben wird. Ganz egal, wohin er danach wechseln wird."

+++ Rose will keine Spieler zum BVB mitnehmen +++

Roses klare Antwort auf die SPORT1-Frage, ob er ausschließen kann, einen oder mehrere Spieler von Gladbach nach Dortmund mitzunehmen: "Ja."

+++ Eberl versichert Rose Solidarität +++

"Der Klub vertraut den Menschen, die er eingestellt hat. Ich werde mich immer vor diese Personen stellen. Denn jede Entscheidung treffen wir ausschließlich für den Verein. Die handelnden Personen sind vergänglich, der Klub ist es nicht. Dementsprechend handeln wir." Eberl appelliert an die Fans, ihren derzeit stark spürbaren Ärger nicht an Rose auszulassen: "Die Fans könnten auch sauer auf mich sein, weil er damals einen Vertrag bekommen hat, in dem es eine Ausstiegsklausel gibt" - wobei Eberl anfügt, dass er Rose sonst auch nicht bekommen hätte: "Diese Entscheidung habe ich damals für den Klub getroffen. Ich hoffe, dass wieder Ruhe einkehren wird, denn nur so können wir Erfolg haben." Eberl appelliert an die Fans, jetzt trotz aller Wut und "Trauer" zu dem Team zu stehen und "nichts zu gefährden, was wir hier aufgebaut haben".

+++ Kein Kommentar zu Trainer-Kandidaten +++

"Natürlich werden wir in nächster Zeit sondieren, welcher Trainer zu Borussia passen könnte. Ich werde meine Arbeit in aller Ruhe erledigen. Ich werde aber definitiv keine Namen, mit denen wir nun in Verbindung gebracht werden, kommentieren."

+++ Rose: Fan-Ärger spielte keine Rolle +++

Rose stellt klar, dass der Fan-Ärger über das verlorene Derby gegen Köln "überhaupt keinen Einfluss auf irgendwas" gehabt hätte. Das sei normal gewesen. Der Anlass, Klarheit zu schaffen "und damit Ruhe reinzubringen", sei der öffentliche Druck gewesen, auf den man hätte reagieren müssen.

+++ Rose: So lief das Gespräch mit dem Team +++

Auf SPORT1-Nachfrage führt Rose aus: "Wir haben frühmorgens den Staff informiert, dann haben wir uns zusammengesetzt. Es war mein schwierigster Schritt, vor die Mannschaft zu treten. Die Atmosphäre war entspannt. Natürlich gibt es Spieler, die enttäuscht und traurig sind, aber auch andere, die sehen, dass das eine neue Chance für mich ist." Rose lobt, dass im Training keinerlei Hängen-Lassen zu spüren gewesen sei."

+++ Eberl war seit längerem im Bilde +++

Max Eberl liefert eine längere Erklärung über die Umstände des Wechsels: "Das ist jetzt eine Gelegenheit, mit einigen Fantasien aufzuräumen. In den vergangenen Wochen und Tagen haben wir viele offene Gespräche geführt. Marco hat jetzt eine Entscheidung getroffen, die völlig legitim, vertraglich absolut konform ist. Ich übernehme die Verantwortung dafür, dass Marco diese Entscheidung treffen konnte." Weder er noch Rose seien "kalte Geschäftsleute, die von Zug zu Zug springen", auch Rose sei "sehr emotional" gewesen. Man habe "schon vor dem Köln-Spiel vereinbart, dass wir uns zusammensetzen und eine Entscheidung fällen". Das sei dann auch passiert.

Eberl weiter: "Ich wusste schon seit längerer Zeit, wie Marcos Entscheidung ausfällt. Die Gerüchte, dass Marco am Montag in mein Büro gekommen ist und ich von seiner Entscheidung völlig überrascht war, ist eine Lüge. Der Ablauf war völlig normal, was da als hektisch dargestellt wurde, war eine Lüge." Es hätte am Dienstag auch kein Gespräch Eberls mit dem Mannschaftsrat gegeben, "auch das ist eine Lüge". Er sei generell "bestürzt, dass irgendwelche Dumpfbacken Lügen verbreiten" und das vermeldet werde, das sei ein Problem über den Fußball hinaus: "Es entsteht Wut, Hass und Zorn aufgrund von Dingen, die nicht der Wahrheit entsprechen".

"Natürlich bin ich traurig über Marcos Entscheidung. Ich bin mir aber absolut sicher, dass Marco bis zu seinem letzten Tag bei uns alles für den Erfolg des Vereins geben wird. Es gab daher keine Sekunde einen Gedanken daran, Marco vorzeitig freizustellen."

+++ Ups: Rose verwechselt Gladbach und Dortmund +++

"Ich stehe zu allem was ich gesagt habe über Borussia Dortmund, die Fans, die Leute mit denen ich zusammenarbeite." Ein Versprecher zu einem etwas heiklen Zeitpunkt.

+++ Rose erklärt sich: "Es kam jetzt viel Druck" +++

"Ich bin hier trotz meines Wechsels im Sommer weiter mit 100 Prozent Energie dabei. Es kam jetzt viel Druck in die Sache. Deshalb habe ich diese Entscheidung aus dem Bauch heraus getroffen, weil mich die neue Aufgabe sehr reizt."

+++ Aufgeheizte Stimmung im Netz +++

Dass die PK heute keine alltägliche ist, ist schon vorab an den Reaktionen zu merken. Auf ihrem YouTube-Kanal hat sich der Klub schon einmal an die vielen Fans gewandt, die die Kommentare mit "Rose raus!" und Ähnlichem überfluten gewandt: "Liebe Borussen, auch wir sind enttäuscht über die Entscheidung. Bitte bleibt aber in euren Kommentaren respektvoll und verzichtet auf Beleidigungen. Wir sind Borussia!"

+++ Eine Antwort, viele Fragen +++

Die Entscheidung von Marco Rose wirft zahlreiche Fragen auf - beispielsweise, wie die Gladbacher Fans darauf reagieren oder was aus dem jetzigen BVB-Coach Edin Terzic wird. Hier gibt es die Antworten auf diese und weitere Fragen.

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